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Messematerialien: Roll-up, Messewand, Flyer – die Checkliste

Marketing für kleine Unternehmen8 Min. Lesezeit · Aktualisiert:

Kurz gesagt

Zur Grundausstattung für die Messe gehören eine Messewand (oder ein Banner), ein Roll-up in 85×200 cm oder 100×200 cm, Flyer in DL oder A5 auf Bilderdruckpapier mit 130–170 g/m² und Visitenkarten im Format 85×55 mm (in D-A-CH üblich; alternativ 90×50 mm) auf Karton mit ca. 350 g/m². Beginnen Sie mit den Vorbereitungen 6 Wochen vor der Messe und senden Sie die Druckdaten spätestens 2 Wochen vor der Abreise: Kleinformate als PDF mit 3 mm Beschnitt, Großformate als PDF im Maßstab 1:10 mit Bildmaterial, das im Maßstab 1:1 100–150 DPI entspricht. Den QR-Code für den Kontakt drucken Sie mit einer Kantenlänge von mindestens 1/10 der Scanentfernung, also mindestens 2 cm auf der Visitenkarte und 10–15 cm auf dem Roll-up.

Ein Messestand hat wenige Sekunden, um Vorbeigehende aufzuhalten, und wenige Minuten, um aus einem Gespräch einen Kontakt zu machen. Deshalb müssen Ihre Messematerialien als ein System funktionieren: Die Messewand zeigt, wer Sie sind, das Roll-up, was Sie anbieten, und Flyer, Visitenkarte und QR-Code sorgen dafür, dass man sich nach der Messe wieder bei Ihnen meldet. Im Folgenden finden Sie eine Materialliste, einen 6-Wochen-Zeitplan, Regeln für ein einheitliches Design, eine einfache Auflagenberechnung und Tipps für den Transport.

Welche Messematerialien sollten Sie vorbereiten?

Die Zusammenstellung hängt von Standgröße und Budget ab, der Kern ist aber fast immer derselbe: eine große Hintergrundgrafik, ein oder zwei Roll-ups, Material zum Mitnehmen und etwas, das Kontakte sammelt. Bevor Sie irgendetwas gestalten, holen Sie sich beim Veranstalter die Ausstellerrichtlinien: Standmaße, zulässige Aufbauhöhe und Brandschutzvorgaben (manche Hallen verlangen schwer entflammbare Materialien mit Nachweis, in Deutschland häufig B1 nach DIN 4102-1).

Auf einem kleinen Stand mit 2×2 m reichen oft zwei Roll-ups statt einer Messewand. Auf einem Eck- oder Inselstand lohnt sich zusätzlich ein Banner oder eine Grafik für die Messetheke, denn die Besucher kommen von mehreren Seiten.

MaterialTypisches FormatSpezifikationZweck
Messewand (Pop-up- oder Textilwand)je nach System, z. B. 3×3 PaneeleVorlage der Druckerei, Stoff oder FolieLogo und Claim, aus mehreren Metern sichtbar
Roll-up85×200 cm oder 100×200 cmPDF 1:10, Kassette mit Tascheein zentrales Angebot oder ein Nutzen
FlyerDL (99×210 mm) oder A5Bilderdruck 130–170 g/m²Angebotsdetails zum Mitnehmen
Visitenkarte85×55 mm oder 90×50 mmKarton ca. 350 g/m², oft mit MattfolieKontakt zu einer bestimmten Person
Plakat / ThekengrafikA2–A1 oder ThekenmaßPapier oder PVCPreisliste, Neuheit, Messeaktion
Aufkleber, Gutscheinebeliebig / DL, A6Haftpapier / 300–350 g/m²Give-away, Rabatt zum Einlösen nach der Messe

Zeitplan: Womit beginnen Sie 6 Wochen vor der Messe?

Der häufigste Fehler ist, alles gleichzeitig in der letzten Woche zu gestalten. Großformat- und Offsetdruck brauchen einige Werktage, dazu kommen Korrektur, Lieferung und ein Probeaufbau. Der folgende Plan lässt Puffer für eine Korrekturschleife und einen eventuellen Nachdruck.

WannWas ist zu tun
6 Wochen vorherAusstellerrichtlinien und Standmaße, Ziel der Teilnahme, Budget, Materialliste, Wahl des Messewandsystems
5 Wochen vorherGestaltungskonzept, Claim, Texte, Fotos, Logo als Vektordatei (SVG, PDF, AI)
4 Wochen vorherGestaltung von Messewand und Roll-up auf den Vorlagen der Druckerei
3 Wochen vorherFlyer, Visitenkarten, QR-Code, Landingpage, Scantest
2 Wochen vorherKorrektur aller Texte, Freigabe, Versand der Druckdaten
1 Woche vorherAbholung, Probeaufbau von Messewand und Roll-up, Packen, Notfallset
AufbautagAufbau, Beleuchtung prüfen, Flyer und Visitenkarten auslegen

Wie gestalten Sie einen einheitlichen Messeauftritt?

Einheitlichkeit heißt: dieselben Farben, dieselbe Schrift, dasselbe Logo und eine Tonalität auf jedem Medium. Jedes Material hat aber eine andere Aufgabe und einen anderen Leseabstand, kopieren Sie also nicht überall dasselbe Layout. Die Messewand wird aus mehreren Metern gelesen, das Roll-up aus 1–3 m, der Flyer in der Hand.

Am einfachsten beginnen Sie mit einem Basisentwurf, etwa dem Roll-up, und leiten daraus die übrigen Formate ab. Wenn Sie schnell mehrere Richtungen zur Auswahl brauchen, können Sie bei plakaty.shop (wielkareklama.eu studio) mit Paketen von 3 oder 6 Entwürfen (24 € bzw. 35 €) Varianten vergleichen und den gewählten Stil auf Flyer und Visitenkarte übertragen.

Wie viele Flyer und Visitenkarten nehmen Sie mit zur Messe?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, denn sie hängt von Besucherzahl, Branche und davon ab, ob Sie Flyer an alle verteilen oder nur nach einem Gespräch. Rechnen Sie einfach: Anzahl der Messetage × erwartete Gespräche pro Tag × 20–30 % Reserve. Wenn Sie Flyer auch an Vorbeigehende im Gang verteilen möchten, muss die Auflage deutlich über der Zahl der Gespräche liegen.

Visitenkarten kalkulieren Sie für jede Person am Stand separat, denn jede gibt ihren eigenen Kontakt weiter. Bestellen Sie lieber etwas mehr, als am zweiten Tag ohne dazustehen – überzählige Flyer können Sie für Mailings, im Büro oder auf der nächsten Messe nutzen, sofern Sie kein Datum der Messeaktion daraufgedruckt haben.

QR-Code für den Kontakt: Wie groß und wo platzieren?

Der QR-Code verkürzt den Weg vom Gespräch zum Kontakt: Der Kunde scannt ihn und speichert sofort Ihre Daten oder landet auf der Angebotsseite. Als Faustregel gilt: Die Kantenlänge des Codes sollte mindestens 1/10 der Entfernung betragen, aus der gescannt wird. Lassen Sie um den Code eine weiße Fläche (die sogenannte Ruhezone) von mindestens 4 Modulen Breite frei, also 4 der kleinsten Quadrate des Codes.

Der Code kann zu einer elektronischen Visitenkarte (vCard), einem Kontaktformular oder einer eigens für die Messe erstellten Landingpage führen. Ein dynamischer Code erlaubt es, die Zieladresse auch nach dem Druck zu ändern, und UTM-Parameter im Link zeigen, wie viele Zugriffe von der Messe kamen. Testen Sie den Code immer auf einem Probedruck in der finalen Größe und mit mehreren Smartphones.

MediumScanentfernungMindestkantenlänge des Codes
Visitenkarte20–30 cm2–2,5 cm
Flyer DL / A520–40 cm2,5–4 cm
Plakat auf der Thekeca. 1 m10 cm
Roll-up1–1,5 m10–15 cm
Messewand2–3 m20–30 cm

Wie bereiten Sie die Druckdaten vor?

Kleinformate (Flyer, Visitenkarten, Gutscheine) legen Sie als PDF im Endformat mit 3 mm Beschnitt an jeder Seite und einem Sicherheitsabstand von ca. 3–5 mm zur Schnittkante an, in CMYK, mit in Pfade umgewandelten oder eingebetteten Schriften. Fotos sollten im Maßstab 1:1 300 DPI haben, kleiner schwarzer Text sollte in 100 % K ohne Beimischung anderer Farben stehen.

Großformate wie Roll-up und Messewand nehmen Druckereien in der Regel als PDF im Maßstab 1:10 an: Ein Roll-up mit 85×200 cm wird zur Datei mit 85×200 mm. Bilder in einer solchen Datei müssen 1000–1500 DPI haben, was nach der Vergrößerung 100–150 DPI im Maßstab 1:1 ergibt – ausreichend für ein Medium, das aus der Distanz betrachtet wird. Beschnitt und Ränder hängen bei Messewänden vom System ab (die Seitenpaneele werden um das Gestell gelegt), arbeiten Sie daher immer mit der Vorlage der Druckerei.

Transport und Aufbau: Woran sollten Sie denken?

Transportieren Sie das Roll-up in der Originaltasche, die Messewand im Koffer oder in der Transportbox und Textilgrafiken gemäß Herstelleranleitung gefaltet. Packen Sie Flyer in Kartons zu einigen hundert Stück – 1000 A5-Flyer auf 130 g/m² wiegen ca. 4 kg, mehrere Auflagen sind also ein spürbares Gewicht.

Klären Sie beim Veranstalter die Aufbauzeiten, die Zufahrt für Lieferwagen und die Möglichkeit, Material vorab in die Halle zu schicken. Ein Probeaufbau im Büro eine Woche vorher zeigt, ob nichts fehlt und ob die Grafik zum Gestell passt.

Checkliste

  • Standmaße, Aufbauhöhe und Brandschutzvorgaben in den Ausstellerrichtlinien geprüft
  • Logo als Vektordatei und eine CMYK-Farbpalette für alle Materialien
  • Messewand und Roll-up auf den Vorlagen der Druckerei gestaltet, PDF im Maßstab 1:10
  • Flyer und Visitenkarten als PDF mit 3 mm Beschnitt, Schriften in Pfaden, Fotos mit 300 DPI
  • QR-Code in passender Größe mit Ruhezone, auf einem Probedruck getestet
  • Alle Texte, Telefonnummern, E-Mail- und Webadressen persönlich Korrektur gelesen
  • Auflage von Flyern und Visitenkarten mit 20–30 % Reserve berechnet
  • Druckdaten spätestens 2 Wochen vor der Messe versendet
  • Probeaufbau erledigt und Notfallset eine Woche vor der Abreise gepackt

Häufige Fragen

Welche Roll-up-Größe eignet sich für die Messe?

Am beliebtesten sind Roll-ups mit 85×200 cm und 100×200 cm. Das schmalere ist leichter und passt besser auf einen kleinen Stand, das breitere bietet mehr Fläche für die Grafik und füllt den Hintergrund besser aus. Auf einem Stand mit 2×2 m ersetzen zwei Roll-ups mit 85 cm oft eine Messewand.

Wie viele Flyer sollten Sie zur Messe mitnehmen?

Rechnen Sie: Anzahl der Messetage × erwartete Gespräche pro Tag × 20–30 % Reserve. Wenn Sie Flyer auch an Vorbeigehende im Gang verteilen, erhöhen Sie die Auflage. Einen Flyer ohne Aktionsdatum können Sie auch nach der Messe nutzen, ein leichter Überschuss ist also kein Verlust.

Wie lange vor der Messe sollten Sie den Druck beauftragen?

Die Druckdaten senden Sie am besten spätestens 2 Wochen vor der Messe. So bleibt Zeit für Großformat- und Offsetdruck, Lieferung, einen eventuellen Nachdruck und den Probeaufbau. Mit den gesamten Vorbereitungen beginnen Sie idealerweise etwa 6 Wochen vorher.

Wie groß sollte der QR-Code auf dem Roll-up sein?

Die Kantenlänge des Codes sollte mindestens 1/10 der Scanentfernung betragen – auf einem Roll-up, das aus 1–1,5 m gelesen wird, also 10–15 cm. Lassen Sie rundherum eine weiße Ruhezone von 4 Modulen Breite frei und drucken Sie den Code dunkel auf hellem Grund. Testen Sie ihn vor dem Druck mit mehreren Smartphones.

Müssen Messewand, Roll-up und Flyer identisch gestaltet sein?

Sie müssen einheitlich sein, aber nicht identisch. Gemeinsam sollten Farben, Schrift, Logo und Bildstil sein, die Textmenge passen Sie jedoch dem Leseabstand an: auf der Messewand so wenig Wörter wie möglich, auf dem Flyer die vollständigen Informationen.

In welcher Auflösung legen Sie die Grafik für eine Messewand an?

Für Großformate genügen 100–150 DPI im Maßstab 1:1, da das Medium aus der Distanz betrachtet wird. Wenn Sie ein PDF im Maßstab 1:10 anlegen, benötigen Bilder entsprechend 1000–1500 DPI. Logo und Texte bleiben am besten als Vektoren erhalten.

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