Werbung für Läden und Onlineshops: Flyer, Plakate und Grafiken – Ideen und Beispiele
Ein Ladengeschäft wirbt am wirkungsvollsten mit einem Plakat in A2 oder A1 im Schaufenster, einem Flyer in A5 oder DL für die Briefkästen und einem Ladenschild. Ein Onlineshop setzt auf Grafiken in 1080×1080 px und 1080×1920 px sowie auf eine Paketbeilage (DL oder A6 auf Karton mit 300–350 g/m²) mit Rabattcode. Legen Sie Druckdateien in CMYK mit 300 DPI an, mit 3 mm Beschnitt und einem Sicherheitsabstand von 3–5 mm zur Schnittlinie. Flyer drucken Sie am besten auf Bilderdruckpapier mit 130–170 g/m². Die Schrift auf dem Flyer sollte nicht kleiner als 8–9 pt sein, ein QR-Code nicht kleiner als 2×2 cm.
Beispielentwürfe für diese Branche
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Der Laden im Wohnviertel kämpft um die Kundschaft, die gerade vorbeigeht. Der Onlineshop kämpft um Kunden, die ein zweites Mal bestellen. Das Fachgeschäft wiederum gewinnt Menschen, die eine kompetente Beratung suchen. Jeder dieser Händler braucht deshalb andere Drucksachen und Grafiken. Im Folgenden finden Sie die Werbemittel, die im Handel wirklich funktionieren, 10 sofort umsetzbare Ideen, fertige Slogans, passende Farben, einen Aktionskalender und die Fehler, an denen Werbung scheitert.
Welche Werbemittel sind für einen Laden am wichtigsten?
Im stationären Handel zählen vor allem Schaufenster und Fassade, denn sie bringen Passanten zum Stehenbleiben. Ein Plakat mit einem einzigen, klaren Angebot, ein gut lesbares Ladenschild und ein Flyer in den Briefkästen der Umgebung sorgen für Laufkundschaft im Umkreis von einigen hundert Metern. Für einen Laden im Wohnviertel reicht diese Reichweite völlig aus.
Im E-Commerce ist das Paket der einzige physische Kontakt zur Kundschaft. Eine Beilage mit Rabattcode, eine Dankeskarte und ein Verschlussaufkleber für den Karton kosten wenig und erreichen genau die Menschen, die bereits einmal gekauft haben. Hinzu kommen Social-Media-Grafiken und Banner für die Website, die jeden Tag für Sie arbeiten.
| Werbemittel | Übliches Format | Einsatzort | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|
| Plakat | A2, A1 (A3 für die Tür) | Schaufenster, Tür, Aushangtafel | Laden im Wohnviertel, Fachgeschäft |
| Flyer | A5, DL, A6 | Briefkästen, Theke, Paket | jeden Laden |
| Gutschein | DL, 210×100 mm, A6 | Paket, Kasse, Geschenk | Onlineshop, Fachgeschäft |
| Aufkleber | beliebige Größe und Form | Schaufenster, Verpackung, Karton | Onlineshop, Ladengeschäft |
| Ladenschild / Tafel | 60, 100, 120 cm breit | Fassade, Eingang | Ladengeschäft |
| Zaunbanner | 200×100, 300×100, 500×100 cm | Zaun, Neueröffnung | neuer Laden, Wohnviertel |
| Roll-up | 85×200, 100×200 cm | Verkaufsraum, Messe, Einkaufszentrum | Fachgeschäft |
| Online-Grafiken | 1080×1080, 1080×1920, 2400×1200 px | Facebook, Instagram, Website | Onlineshop |
| Etikett / Anhänger | beliebig, 50×90, 60×120 mm | Produkt, Regal | eigene Produkte |
10 Ideen für die Werbung von Läden und Onlineshops
Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Wählen Sie 2–3 Ideen, die zu Ihrer Art von Geschäft passen, und verfolgen Sie sie konsequent über mehrere Monate.
- Plakat „Angebot der Woche“ im Schaufenster – hängen Sie einen Klapprahmen in A2 auf und tauschen Sie jede Woche das Plakat mit einem Produkt und Preis aus. Eine Vorlage genügt, Sie ändern nur Foto und Betrag.
- Flyer für die Briefkästen in der Nachbarschaft – A5 oder DL mit Öffnungszeiten, kleinem Lageplan und einem Coupon zum Ausschneiden. Die Verteilung im Umkreis von einigen hundert Metern ist für einen Laden im Wohnviertel die wichtigste Quelle für Neukunden.
- Paketbeilage mit Code für den nächsten Einkauf – DL oder A6 auf Karton mit 300–350 g/m² und einem Code, der für eine bestimmte Zeit gilt. Ein eigener Code nur für die Beilage zeigt Ihnen, wie viele Bestellungen sie gebracht hat.
- Dankeskarte – A6 im Stil einer handgeschriebenen Notiz mit der Bitte um eine Bewertung und einem QR-Code, der zum Formular führt. Das stärkt die Kundenbindung und sammelt Rezensionen, von denen der Onlineverkauf abhängt.
- Verschlussaufkleber für das Paket – rund, 50–70 mm, mit Logo und Shop-Adresse. Als Fensteraufkleber am Eingang eignet er sich mit den Öffnungszeiten.
- Geschenkgutschein – Gutschein im Format DL mit Nummer und Feld für den Betrag, ausgestellt an der Kasse und auch im Onlineshop erhältlich. Am besten verkauft er sich vor Weihnachten und zum Muttertag.
- Zaunbanner zur Eröffnung oder bei neuem Sortiment – 300×100 cm mit höchstens 5–7 Wörtern und großem Logo. Es wird aus dem Auto gelesen, daher zählen nur Slogan und Richtung.
- Treuekarte – Karte im Visitenkartenformat 85×55 mm mit Stempelfeldern, z. B. jeder zehnte Einkauf mit Rabatt. Ein günstiger Weg, damit die Kundschaft aus dem Viertel nicht zum Discounter abwandert.
- Einheitliche Serie aus Posts und Stories – dasselbe Motiv, dieselben Farben und derselbe Slogan wie auf dem Plakat im Schaufenster. Wer die Aktion erst auf dem Handy und dann an der Scheibe sieht, merkt sie sich schneller.
- Regaletiketten „Unsere Empfehlung“ – kleine Karten mit 2–3 Sätzen zum Produkt. Im Fachgeschäft zeigen sie Kompetenz und erleichtern die Auswahl, ohne dass jemand das Personal fragen muss.
Was gehört auf den Flyer oder das Plakat eines Ladens? Beispielslogans
Gute Ladenwerbung besteht aus fünf Elementen: einer Überschrift mit Nutzen, einem konkreten Angebot, einer Gültigkeitsdauer, einer Handlungsaufforderung und den Angaben, mit denen Kunden Sie finden. Auf dem Plakat bleiben nur Überschrift, Angebot und Adresse, denn Passanten schauen nur wenige Sekunden hin. Auf dem Flyer können Sie zusätzlich Lageplan, Öffnungszeiten und QR-Code unterbringen.
Statt „große Auswahl, günstige Preise“ schreiben Sie lieber, was die Kundschaft überprüfen kann: Öffnungszeit, Preis, versandkostenfrei ab einem bestimmten Betrag, Entfernung. Konkretes verkauft, Allgemeinplätze werden überlesen.
- Laden im Wohnviertel: „Frische Brötchen ab 6:00 Uhr – gleich um die Ecke“
- Laden im Wohnviertel: „7 Tage die Woche geöffnet, 6:00–22:00 Uhr“
- Laden im Wohnviertel: „Flyer mitbringen – Kaffee gratis zum Einkauf“
- Onlineshop: „−15 % auf Ihre erste Bestellung mit dem Code WILLKOMMEN15“
- Onlineshop: „Scannen und 3 € für die nächste Bestellung sichern“
- Onlineshop, Paketbeilage: „Danke, dass Sie sich für uns entschieden haben. Ihre Bewertung hilft anderen“
- Fachgeschäft: „Wir beraten, wir passen an, wir tauschen um – Ihr Fahrradladen in der Feldstraße“
- Fachgeschäft: „Kommen Sie mit einem Problem, gehen Sie mit einer Lösung“
- Gutschein: „Schenken Sie Auswahl – Gutscheine über 10, 25 oder 50 €“
Welche Farben und welcher Stil passen zur Ladenwerbung?
Die Basis bilden Ihre Markenfarben, die sich auf Ladenschild, Plakaten, Paketen und in den sozialen Medien wiederholen. Rot und Gelb signalisieren hervorragend „Angebot“, setzen Sie sie aber als Akzent auf dem Preis oder dem Rabattaufkleber ein und nicht auf der ganzen Fläche. Achten Sie auf Kontrast: dunkler Text auf hellem Grund oder umgekehrt, keine Schrift auf Fotos mit kleinteiligem Muster.
Denken Sie daran, dass Bildschirme Farben in RGB darstellen, die Druckerei jedoch in CMYK druckt. Grelle Neonfarben, kräftiges Türkis und manche Violetttöne fallen im Druck dunkler aus. Legen Sie Druckdaten deshalb von Anfang an in CMYK an.
| Art des Geschäfts | Farben | Stil |
|---|---|---|
| Lebensmittel, Laden im Wohnviertel | Grün, Gelb, Rot für die Preise | schlicht, große Preise, Produktfotos |
| Onlineshop: Mode, Beauty | Pastelltöne, Schwarz-Weiß, Markenfarbe | Minimalismus, viel Weißraum |
| Elektronik, Technikfachhandel | Marineblau, Graphit, Türkis als Akzent | klares Raster, Icons, knappe Kenndaten |
| Fachgeschäft: Angeln, Fahrrad, Garten | Naturtöne, Orange als Akzent | Produktfotos im Einsatz, fachkundiger Ton |
| Bio, Feinkost | Kraftpapier, Flaschengrün, Gold | Naturpapier, Serifenschriften |
Kalender der Verkaufsanlässe im Jahr
Bereiten Sie die Werbemittel für einen Anlass 3–4 Wochen im Voraus vor: So viel Zeit brauchen Gestaltung, Druck, Lieferung und Verteilung der Flyer in der Regel. Ergänzen Sie den Kalender um eigene Anlässe, etwa das Ladenjubiläum, die Saison in Ihrer Branche oder ein lokales Straßenfest.
| Zeitraum | Anlässe | Was vorbereiten |
|---|---|---|
| Januar | Ausverkauf nach den Feiertagen, Winterferien | Plakat „Sale“, Posts mit Rabatten |
| Februar | Valentinstag, Winterferien | Geschenkgutschein, Geschenksets |
| März–April | Weltfrauentag, Ostern (bewegliches Datum), Frühling | saisonales Plakat, Osterprospekt |
| Mai | Brückentage, Kommunion und Konfirmation, Muttertag | Gutscheine, Flyer mit Geschenkangeboten |
| Juni | Kindertag, Vatertag (je nach Land Mai oder Juni), Ferienbeginn | Stories mit Countdown, Aktionsplakat |
| Juli–August | Sommerschlussverkauf, Schulbedarf | Banner für die Website, Flyer „Schulstart“ |
| September–Oktober | Schulstart, Halloween, Herbstsaison | Themenplakat, Paketaufkleber |
| November | Black Friday, Cyber Monday, Martinstag | Banner 2400×1200 px, Rabattcodes |
| Dezember | Nikolaus, Weihnachten | Gutscheine, Weihnachtskarten für Pakete, Plakat mit Öffnungszeiten |
Wie bereite ich Dateien für Druck und Internet vor?
Speichern Sie die Druckdatei als PDF im Endformat plus 3 mm Beschnitt an jeder Seite. Halten Sie alle Texte, das Logo und den QR-Code mindestens 3–5 mm von der Schnittlinie entfernt. Fotos brauchen 300 DPI im Maßstab 1:1; ein Bild, das von einer Website heruntergeladen wurde, hat meist eine zu geringe Auflösung.
Banner und Roll-ups werden aus der Distanz betrachtet. Deshalb nehmen Großformatdruckereien Dateien im Maßstab 1:10 an, und eine Auflösung von etwa 100–150 DPI in Originalgröße reicht in der Regel aus. Online-Grafiken legen Sie in RGB an; lassen Sie in Stories oben und unten jeweils rund 250 px frei, denn dort blendet die App ihre Bedienelemente ein.
- Flyer: Bilderdruckpapier 130–170 g/m², Fließtext mindestens 8–9 pt
- Paketbeilage, Gutschein, Karte: Karton 300–350 g/m²
- Visitenkarte und Treuekarte: 350 g/m², bei Stempelfeldern ungestrichenes oder mattes Papier
- Schaufensterplakat: Papier 150–200 g/m², Überschrift auf A2 und A1 mehrere Zentimeter hoch, damit sie vom Gehweg aus lesbar ist
- Aufkleber für die Innenseite der Scheibe: Folie mit Konterdruck, damit er durch das Glas lesbar ist (sogenannte Spiegelung)
- QR-Code: mindestens 2×2 cm, dunkel auf hellem Grund, vor dem Druck mit dem Smartphone getestet
Typische Fehler in der Ladenwerbung
Die meisten erfolglosen Flyer und Plakate haben keine schlechte Gestaltung, sondern einen schwachen Inhalt oder es fehlt die Information, mit der die Kundschaft reagieren kann. Prüfen Sie Ihren Entwurf auf die folgenden Stolperfallen.
- Zu viele Produkte auf einem Plakat – im Schaufenster gewinnt ein einziges Angebot mit großem Preis.
- Fehlende Adresse, Öffnungszeiten oder Website, weil „das ja jeder weiß“.
- Aktion ohne Gültigkeitsdauer – die Kundschaft verschiebt die Entscheidung und vergisst sie.
- Ein Rabattcode, dessen Wirkung sich nicht messen lässt, weil er in jedem Kanal gleich ist.
- Ein ausgeblichenes Plakat, das monatelang in der Sonne hängt – ein Zeichen, dass der Laden sich nicht um seinen Auftritt kümmert.
- Entwurf in RGB und Fotos von der Website in niedriger Auflösung, sodass der Druck dunkel und unscharf wird.
- Text direkt an der Kante, der beim Zuschneiden abgeschnitten wird, und fehlender Beschnitt von 3 mm.
- Unterschiedliche Farben und Logos auf Ladenschild, Paket und Instagram – die Kundschaft erkennt darin keine einheitliche Marke.
Checkliste
- Alle Texte, Telefonnummer, Adresse und Website Korrektur lesen
- Gültigkeitsdauer der Aktion und Bedingungen des Rabattcodes prüfen
- 3 mm Beschnitt und 3–5 mm Sicherheitsabstand anlegen
- Sicherstellen, dass die Druckdatei in CMYK angelegt ist und die Fotos 300 DPI haben
- QR-Code mit dem Smartphone scannen und das Ziel prüfen
- Prüfen, ob Farben und Logo mit Ladenschild und Online-Grafiken übereinstimmen
- Papiergewicht passend zum Einsatz wählen (Flyer, Beilage, Plakat)
- In Stories oben und unten im Bild einen freien Bereich lassen
Häufige Fragen
Welches Flyerformat eignet sich für einen Laden?
Für Briefkästen wählt man meist A5 oder DL, denn darauf passen Angebot, Lageplan und Coupon. A6 bewährt sich an der Kasse und als Paketbeilage. Soll der Flyer in einen Umschlag oder einen Versandkarton, passen DL und A6 ohne Falzen hinein.
Was lege ich einem Paket aus dem Onlineshop bei, damit die Kundschaft wiederkommt?
Am besten wirkt eine Beilage mit Rabattcode für den nächsten Einkauf, der für eine bestimmte Zeit gilt, dazu eine Dankeskarte mit der Bitte um eine Bewertung. Drucken Sie beides auf Karton mit 300–350 g/m², damit nichts beim Transport knickt. Ein eigener Code für die Beilage zeigt Ihnen, wie viele Bestellungen sie gebracht hat.
Welche Plakatgröße passt ins Schaufenster?
Für ein typisches Schaufenster eignen sich A2 und A1 am besten, für die Eingangstür A3. Die Wahl hängt von der Größe der Scheibe und vom Abstand der Passanten ab: Je weiter der Gehweg entfernt ist, desto größer das Format und desto kürzer der Slogan. Die Überschrift sollte mehrere Zentimeter hoch sein.
Wie gestalte ich eine Aktionsgrafik für Facebook und Instagram?
Legen Sie den Post im Format 1080×1080 px und die Story in 1080×1920 px an, jeweils in RGB. Zeigen Sie ein einziges Angebot mit Preis oder Rabatt und Gültigkeitsdauer und lassen Sie in Stories oben und unten rund 250 px frei. Verwenden Sie dasselbe Motiv wie auf dem Plakat im Laden, damit die Kampagne wiedererkannt wird.
Was kostet die Gestaltung eines Flyers oder Plakats für einen Laden?
Der Preis hängt davon ab, ob Sie eine Grafikerin oder einen Grafiker, eine Agentur oder ein fertiges Tool nutzen. Bei plakaty.shop (wielkareklama.eu studio) kostet zum Beispiel ein Entwurfsvorschlag 12 €, drei Vorschläge 24 € und sechs von einem Grafiker erstellte Entwürfe 165 € brutto. Die Rückseite des Flyers wird zusätzlich berechnet.
Sollte ich Preise auf den Flyer meines Ladens schreiben?
Ja, sofern Sie die Preise während der gesamten Gültigkeitsdauer halten können, denn ein konkreter Preis zieht stärker als ein allgemeiner Hinweis auf eine Aktion. Ergänzen Sie immer die Gültigkeitsdauer und den Hinweis „solange der Vorrat reicht“. Bei häufig wechselnden Preisen werben Sie besser mit einem prozentualen Rabatt oder einem Code.
