10 Ideen für Restaurant- und Pizzeria-Flyer: Was draufgehört und wie Sie es zeigen
Am besten funktionieren Flyer mit einem einzigen, klaren Angebot: Speisekarte zum Mitnehmen, Tagesmenü, Coupon mit Code, Treuekarte, Infos zum Lieferservice oder Mittagstisch für Firmen. Gedruckt werden sie meist im Format DL (99×210 mm) oder A5 (148×210 mm) auf Bilderdruckpapier mit 130–170 g/m², als Datei mit 300 DPI, in CMYK und mit 3 mm Beschnitt. Telefonnummer und Preis sollten mindestens 14–16 pt groß sein, der Fließtext 9–11 pt.
Der Flyer eines Restaurants oder einer Pizzeria landet im Briefkasten, an der Wohnungstür oder im Pizzakarton – meist neben ein paar anderen. Sie haben nur wenige Sekunden, damit der Kunde Gericht, Preis und Telefonnummer wahrnimmt. Hier finden Sie 10 bewährte Ideen für Ihren Flyer und zu jeder Idee Tipps, was draufgehört, wie Sie es zeigen und wie Sie die Druckdatei so anlegen, dass die Druckerei sie nicht zur Korrektur zurückschickt.
Womit beginnt die Gestaltung eines Restaurant-Flyers?
Bevor Sie sich für eine Idee entscheiden, legen Sie ein einziges Ziel für den Flyer fest: mehr Lieferbestellungen, mehr Gäste zur Mittagszeit, wiederkehrende Stammkunden oder neue Firmenkunden aus der Umgebung. Ein Flyer, der alles auf einmal will, erreicht meist nichts richtig. Ein Hauptangebot, ein Foto und eine Handlungsaufforderung sind ein sicherer Ausgangspunkt.
Überlegen Sie auch, wo der Flyer verteilt wird. Eine Beilage im Pizzakarton für Kunden, die Sie bereits kennen, gestaltet man anders als einen Briefkastenflyer für ein Neubaugebiet, in dem noch niemand Ihr Lokal kennt. Vom Verteilort hängen Format, Grammatur und Textmenge ab.
- Ziel: Bestellung, Besuch, Wiederkehr des Kunden oder Vereinbarung mit einer Firma
- Zielgruppe: Anwohner, Büroangestellte, Studierende, Familien
- Verteilort: Briefkästen, Theke, Essensverpackung, Empfang im Bürogebäude
- Erfolgsmessung: Rabattcode, Coupon zum Abgeben oder QR-Code
10 Ideen für Flyer von Restaurants und Pizzerien
Jede dieser Ideen können Sie einzeln drucken oder zwei davon auf Vorder- und Rückseite kombinieren, zum Beispiel die Speisekarte zum Mitnehmen mit einem Coupon. Wählen Sie die Ideen, die zu Ihrem Lokal und Ihren Öffnungszeiten passen.
- Speisekarte zum Mitnehmen: Wählen Sie die 15–30 meistbestellten Gerichte mit Preisen aus und gliedern Sie sie in Kategorien (Pizza, Pasta, Salate, Getränke). Bewährt haben sich DL oder A4 auf DL gefalzt – Formate, die Kunden gern an den Kühlschrank heften.
- Tages- oder Wochenmenü: Zeigen Sie mit einem großen Foto ein einziges Menü, z. B. Suppe + Hauptgericht + Getränk, mit Preis und Gültigkeitszeiten. Eine Übersicht nach Wochentagen hilft Kunden, ihr Mittagessen zu planen.
- Rabattcoupon: Fügen Sie unten auf dem Flyer einen Abschnitt zum Abtrennen oder Ausschneiden mit Rabattbetrag oder Prozentsatz und Bedingungen ein. Eine gestrichelte Schnittlinie mit Scherensymbol zeigt eindeutig, was zu tun ist.
- Treuekarte: Drucken Sie im Visitenkartenformat 85×55 mm z. B. 8–10 Stempelfelder und eine Prämie für die volle Karte. Wählen Sie mattes Papier, denn auf glänzendem Papier kann die Stempelfarbe verschmieren.
- Lieferservice: Stellen Sie Telefonnummer, Lieferzeiten, Mindestbestellwert und Liefergebiete mit den jeweiligen Liefergebühren deutlich heraus. Eine einfache Karte oder Straßenliste beseitigt jeden Zweifel, ob Sie an eine bestimmte Adresse liefern.
- Mittagstisch für Firmen: Erstellen Sie einen eigenen Flyer für Büros mit dem Angebot für Sammelbestellungen, Lieferzeit, Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer und Kontakt zur zuständigen Person. Verteilen Sie ihn an den Empfängen der Bürogebäude in Ihrer Nähe.
- Neuheit oder Pizza des Monats: ein Flyer, ein Gericht, ein großes Foto und eine kurze Beschreibung der Zutaten. Ein solches Design funktioniert gut bei der Einführung einer saisonalen Karte.
- Happy Hour: Bewerben Sie einen Rabatt zu Zeiten, in denen Sie wenige Gäste haben, z. B. am frühen Nachmittag an Werktagen. Schreiben Sie Uhrzeiten und Tage in großer Schrift, damit es keine Missverständnisse gibt.
- Catering und Feiern: Beschreiben Sie Ihr Angebot für Geburtstage, Kommunion- und Konfirmationsfeiern oder Firmenveranstaltungen, nennen Sie Personenzahl, ein Beispielmenü und den Preis pro Person. Hier eignen sich A5 oder ein gefalztes A4 mit mehr Platz für Inhalt.
- Beilage für den Karton: ein kleiner A6-Flyer mit Rabattcode für die nächste Bestellung oder der Bitte um eine Online-Bewertung. Er erreicht Kunden genau in dem Moment, in dem sie zufrieden sind – die Chance auf eine Wiederbestellung ist dann am größten.
Was gehört auf einen Restaurant-Flyer?
Ein Flyer wird in dieser Reihenfolge gelesen: Überschrift, Foto, Preis, Kontakt. Die Überschrift sollte einen Vorteil oder ein Angebot nennen, nicht nur den Namen des Lokals. Kürzen Sie die Beschreibungen der Gerichte auf die Zutaten, nach denen Kunden tatsächlich auswählen, und fassen Sie die Aktionsbedingungen in einem Satz zusammen.
Geben Sie immer an, bis wann das Angebot gilt. Flyer bleiben monatelang in Haushalten liegen, und ein veralteter Preis oder Rabatt führt schnell zu Diskussionen am Telefon.
| Element | Was draufgehört | Tipp |
|---|---|---|
| Überschrift | Angebot oder Vorteil, z. B. Mittagsmenü mit Preis | 3–7 Wörter, größte Schrift auf der Seite |
| Angebot | Name des Gerichts oder Menüs, Zutaten, Gewicht oder Größe | Pizzagröße in cm, Portion in g |
| Preis | Bruttobetrag in Euro | Groß, kontrastreich, direkt beim Foto |
| Bedingungen | Gültigkeit, Tage, Uhrzeiten, Ausnahmen | Ein Satz, mind. 7–8 pt |
| Handlungsaufforderung | Anrufen, online bestellen, Code scannen | Nur eine, eindeutig |
| Kontakt | Telefon, Adresse, Öffnungszeiten, Website oder QR-Code | Telefon mind. 14–16 pt |
| Rabattcode | Eigener Code nur für diesen Flyer | Zeigt, wie viele Bestellungen der Flyer gebracht hat |
Wie zeigen Sie Essen auf dem Flyer?
Ein Foto des Gerichts verkauft besser als jede Beschreibung – aber nur, wenn es scharf, gut ausgeleuchtet ist und Ihr echtes Essen zeigt. Für den Druck brauchen Sie ein Foto mit 300 DPI in der Endgröße: Über die volle Breite von DL (99 mm) sind das etwa 1170 Pixel, über die Breite von A5 (148 mm) etwa 1750 Pixel. Ein Handyfoto reicht meist aus, wenn Sie es bei Tageslicht und ohne Digitalzoom aufnehmen.
Stimmen Sie die Farben auf den Charakter Ihres Lokals ab: Warme Rot- und Orangetöne regen den Appetit an und passen zur Pizzeria, dunkle Hintergründe mit Gold oder Weiß zum gehobenen Restaurant. Lassen Sie rund um die wichtigsten Elemente Weißraum, denn ein überladener Flyer wirkt billig und der Preis ist darauf schwer zu finden.
- Ein großes Hauptfoto statt Dutzender kleiner Bilder
- Preise an einer Stelle der Spalte, rechtsbündig ausgerichtet
- Höchstens zwei Schriftarten: eine für Überschriften, eine für den Text
- Logo in die Ecke, nicht in die Mitte – außer der Flyer soll ein neues Lokal bekannt machen
- QR-Code mind. 20×20 mm mit weißem Rand ringsum
Welches Format und Papier eignet sich für den Flyer?
Das Format hängt von der Textmenge und der Art der Verteilung ab. DL passt in die Jackentasche, den Briefkasten und neben die Kasse, A5 bietet Platz für ein Foto und eine kurze Karte, und A4 auf DL gefalzt ergibt eine vollständige Speisekarte zum Mitnehmen. Für Briefkästen genügt Bilderdruckpapier mit 130–170 g/m²; einen Flyer, der monatelang am Kühlschrank überstehen soll, drucken Sie besser auf 250–350 g/m² oder lassen ihn matt kaschieren.
| Format | Endformat | Am besten für |
|---|---|---|
| A6 | 105×148 mm | Kartonbeilage, Coupon, kurze Aktion |
| DL | 99×210 mm | Speisekarte zum Mitnehmen, Tagesmenü, Lieferservice |
| A5 | 148×210 mm | Neuheit, Catering, Angebot mit großem Foto |
| A4 auf DL gefalzt | 210×297 mm (3 Seiten à ca. 99 mm) | Vollständige Speisekarte zum Mitnehmen |
| Visitenkarte | 85×55 mm oder 90×50 mm | Treuekarte mit Stempelfeldern |
Wie legen Sie die Druckdatei für den Flyer an?
Die Druckerei benötigt ein PDF im Endformat plus 3 mm Beschnitt an jeder Seite, im Farbraum CMYK und mit Bildern in 300 DPI. Wichtige Texte, Preise und die Telefonnummer halten Sie mindestens 3–5 mm von der Schnittlinie entfernt, da das Schneidemesser um Bruchteile eines Millimeters abweichen kann. Wandeln Sie Texte in Pfade um oder betten Sie die Schriften ins PDF ein.
Beim gefalzten Flyer ist die nach innen eingeschlagene Seite in der Regel 1–3 mm schmaler als die übrigen, sonst staucht sich das Papier beim Falzen. Klären Sie die genauen Seitenbreiten vor dem Gestalten mit der Druckerei. Wenn Sie keinen Grafiker haben, erstellen Sie bei plakaty.shop Ihren Flyer-Entwurf über ein Formular und erhalten ein PDF mit 3 mm Beschnitt und Sicherheitsabstand; die Rückseite ist gegen Aufpreis erhältlich und passt stilistisch zur Vorderseite.
Ganz gleich, wer den Entwurf macht: Lesen Sie vor dem Druck alle Texte, Preise, die Telefonnummer und die Adresse selbst Korrektur. Ein Tippfehler in der Telefonnummer auf mehreren Tausend Flyern ist der teuerste Fehler in dieser Branche.
Wie verteilen Sie Flyer und prüfen, ob sie wirken?
Geben Sie jeder Flyervariante einen eigenen Rabattcode, z. B. einen für die Briefkästen im Wohngebiet und einen anderen für Bürogebäude. Nach einigen Wochen sehen Sie, welche Idee und welcher Verteilort Bestellungen gebracht haben. Coupons, die an der Kasse abgegeben werden, funktionieren genauso und erfordern kein Online-Bestellsystem.
Briefkastenflyer verteilen Sie am besten in dem Gebiet, in das Sie tatsächlich liefern, und Beilagen legen Sie jeder Bestellung bei. Flyer für Firmen geben Sie am Empfang persönlich mit einem kurzen Gespräch ab, denn ein anonymer Stapel am Eingang erreicht selten die Person, die das Mittagessen fürs Team bestellt.
Checkliste
- Der Flyer hat ein Hauptangebot und eine Handlungsaufforderung
- Preise, Telefonnummer, Adresse und Öffnungszeiten haben Sie persönlich geprüft
- Gültigkeitsdauer der Aktion ist angegeben
- PDF in CMYK, 300 DPI, mit 3 mm Beschnitt
- Wichtige Inhalte mindestens 3–5 mm von der Schnittlinie entfernt
- Telefon und Preise mind. 14–16 pt, Kleingedrucktes mind. 7–8 pt
- QR-Code mit dem Handy getestet, mind. 20×20 mm
- Eigener Rabattcode für jede Flyervariante
- Grammatur passend zum Einsatz: 130–170 g/m² für Briefkästen, 250–350 g/m² für die Treuekarte
Häufige Fragen
Welches Flyerformat ist für eine Pizzeria am besten?
Am häufigsten wird DL (99×210 mm) gewählt, weil es eine Karte mit Preisen fasst und problemlos in Briefkästen und Pizzakartons passt. Für die vollständige Speisekarte eignet sich A4 auf DL gefalzt, als Kartonbeilage genügt A6.
Was sollte auf einem Restaurant-Flyer stehen?
Eine Überschrift mit dem Angebot, ein Foto des Gerichts, der Preis, die Gültigkeitsdauer, Telefonnummer, Adresse und Öffnungszeiten. Beim Lieferservice ergänzen Sie Liefergebiete und Mindestbestellwert, bei einer Aktion einen Rabattcode, mit dem Sie den Erfolg messen können.
Welche Papiergrammatur eignet sich für einen Flyer mit Speisekarte?
Für Briefkastenflyer genügt Bilderdruckpapier mit 130–170 g/m². Soll die Karte lange am Kühlschrank oder im Büro liegen, wählen Sie 250–350 g/m² oder eine matte Kaschierung. Die Treuekarte drucken Sie auf Papier mit 300–350 g/m² und matter Oberfläche.
Müssen auf einem Restaurant-Flyer Preise stehen?
Auf einem Werbeflyer besteht dazu in der Regel keine Pflicht, doch ein Flyer mit Preisen führt meist leichter zu Bestellungen, weil der Kunde nicht erst anrufen und nachfragen muss. Ändern sich Ihre Preise häufig, geben Sie eine Gültigkeitsdauer an oder verweisen Sie per QR-Code auf die aktuelle Online-Speisekarte.
Wie gestalten Sie einen Coupon auf dem Flyer?
Trennen Sie den Coupon mit einer gestrichelten Linie und einem Scherensymbol ab und platzieren Sie darauf Rabatt, Bedingungen, Gültigkeitsdauer und einen eindeutigen Code. Der Coupon sollte keine Informationen enthalten, die nach dem Abtrennen noch gebraucht werden, etwa die einzige Telefonnummer.
