Visitenkarte Format: Standardmaße in Deutschland und weltweit
Das Standardformat einer Visitenkarte in Deutschland, Österreich und der Schweiz und in den meisten westeuropäischen Ländern ist 85×55 mm. In Polen und Teilen Mittel- und Osteuropas sind 90×50 mm üblich, in den USA und Kanada 3,5×2 Zoll (88,9×50,8 mm). Die Druckdatei wird mit 3 mm Beschnittzugabe an jeder Seite angelegt, also mit 91×61 mm für das europäische Format (1075×720 px bei 300 DPI). Visitenkarten werden meist auf Karton mit 300–350 g/m² gedruckt, die kleinste gut lesbare Schrift liegt bei 6–7 pt.
Das Visitenkarten-Format scheint selbstverständlich, bis Sie im Ausland drucken lassen oder von einem Grafiker eine Datei bekommen, die nicht ins Visitenkartenetui passt. Wenige Millimeter entscheiden darüber, ob die Karte in die Geldbörse passt, ob Text abgeschnitten wird und ob die Druckerei die Datei ohne Korrekturen annimmt. In diesem Ratgeber finden Sie die Standardformate verschiedener Länder, die Maße mit Beschnitt in Millimetern und Pixeln sowie praktische Hinweise, was sich auf so kleiner Fläche sinnvoll unterbringen lässt.
Welches Visitenkarten-Format ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz Standard?
Im deutschsprachigen Raum ist 85×55 mm der Standard, und dieses Format legt praktisch jede Druckerei als Voreinstellung zugrunde. Darauf sind gängige Visitenkartenetuis, Boxen und die Kartenfächer in Geldbörsen und Organizern abgestimmt, sodass eine Karte im Format 85×55 mm weder übersteht noch knickt.
In einigen Ländern Mittel- und Osteuropas, etwa in Polen, Tschechien, der Slowakei und Russland, ist dagegen 90×50 mm verbreitet. Wenn Sie überwiegend im deutschsprachigen Raum tätig sind, gibt es keinen Grund, vom Standard abzuweichen – es sei denn, Sie möchten sich bewusst über die Form abheben.
Visitenkarten-Formate in Europa und weltweit – Tabelle
In Westeuropa (u. a. Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, Benelux) begegnet Ihnen meist das Format 85×55 mm. Es entspricht nahezu einer Bankkarte (85,6×54 mm) und passt deshalb in die Kartenfächer der Geldbörse. In Polen und Nachbarländern sind 90×50 mm üblich, in den USA und Kanada gilt 3,5×2 Zoll, und in Asien unterscheiden sich die Formate je nach Land.
Wenn Ihre Kunden oder Geschäftspartner überwiegend in einem Land sitzen, wählen Sie das dort übliche Format. Für internationale Kontakte bewährt sich 85×55 mm, weil es weltweit in Geldbörsen passt.
| Land / Region | Format | In Millimetern | Mit 3 mm Beschnitt |
|---|---|---|---|
| Westeuropa (inkl. Deutschland, Österreich, Schweiz) | 85×55 mm | 85×55 | 91×61 mm |
| Polen, Tschechien, Slowakei, Russland | 90×50 mm | 90×50 | 96×56 mm |
| USA, Kanada | 3,5×2 Zoll | 88,9×50,8 | 3,75×2,25 Zoll (Beschnitt 0,125 Zoll) |
| Japan | 91×55 mm | 91×55 | 97×61 mm |
| China | 90×54 mm | 90×54 | 96×60 mm |
| Australien, Neuseeland | 90×55 mm | 90×55 | 96×61 mm |
| Quadratisches Format (beliebt) | 65×65 mm | 65×65 | 71×71 mm |
Visitenkarten-Format mit Beschnitt und Sicherheitsabstand
Der Beschnitt ist ein zusätzlicher Hintergrundstreifen über die Schnittlinie hinaus, üblicherweise 3 mm an jeder Seite. Er ist nötig, weil das Messer der Schneidemaschine um etwa 1 mm abweichen kann – ohne Beschnitt entstünde am Rand ein weißer Blitzer. Hintergründe, Fotos und Farbflächen müssen deshalb bis an den Rand der Datei mit Beschnitt reichen.
Der Sicherheitsabstand wirkt in die Gegenrichtung: Er ist die Zone innerhalb des Endformats, in der Sie keine wichtigen Elemente platzieren. Mindestens 3 mm zur Schnittlinie, sicherer sind 4–5 mm. Bei einer Visitenkarte 85×55 mm und 3 mm Abstand müssen Text und Logo in ein Feld von 79×49 mm passen.
Manche Druckereien verlangen 2 mm Beschnitt, andere 5 mm, vor allem beim Stanzen ungewöhnlicher Formen. Prüfen Sie vor dem Export immer das Datenblatt der jeweiligen Druckerei.
| Endformat | Datei mit Beschnitt | Pixel Endformat (300 DPI) | Pixel mit Beschnitt (300 DPI) | Sicherer Bereich (3 mm Abstand) |
|---|---|---|---|---|
| 85×55 mm | 91×61 mm | 1004×650 px | 1075×720 px | 79×49 mm |
| 90×50 mm | 96×56 mm | 1063×591 px | 1134×661 px | 84×44 mm |
| 3,5×2 Zoll | 3,75×2,25 Zoll | 1050×600 px | 1125×675 px | ca. 3,25×1,75 Zoll |
| 65×65 mm | 71×71 mm | 768×768 px | 839×839 px | 59×59 mm |
Quadratische und ausgefallene Visitenkarten – wann lohnen sie sich?
Eine quadratische Visitenkarte (meist 65×65 mm, auch 55×55 und 50×50 mm kommen vor) fällt sofort auf und passt gut zu kreativen Branchen: Fotografie, Architektur, Floristik, Gastronomie oder Beauty. Sie funktioniert besonders, wenn Sie ein starkes, symmetrisches Logo und wenig Text haben.
Der Nachteil liegt in der Alltagstauglichkeit: Ein Quadrat passt weder in ein Standardetui noch in den Kartenfächer der Geldbörse, sodass manche Empfänger es lose in die Tasche stecken oder beiseitelegen. Der Druck ist zudem oft etwas teurer, weil der Bogen weniger effizient genutzt wird. Ähnlich verhält es sich mit abgerundeten Ecken oder Stanzformen in Produktform: Sie wirken eindrucksvoll, erfordern aber zusätzliche Weiterverarbeitung.
- Quadrat 65×65 mm – hebt sich ab, bietet Platz für Logo und 3–4 Kontaktzeilen.
- Mini-Visitenkarte (z. B. 70×28 mm) – nur Name und ein Kontaktweg, oft in der Modebranche.
- Abgerundete Ecken – behalten das Standardformat bei und wirken weicher; Radius meist 3–5 mm.
- Klappvisitenkarte – gefalzt im Standardformat, innen z. B. Platz für eine Preisliste oder eine Anfahrtsskizze.
Was gehört auf eine Visitenkarte im Format 85×55 mm?
Auf 85×55 mm funktioniert am besten die Regel: eine Person, ein Unternehmen, ein Hauptkontakt. Je mehr Angaben, desto kleiner die Schrift und desto schwerer findet man das Wesentliche. Bei vielen Informationen verlagern Sie einen Teil auf die Rückseite, etwa Logo und Slogan vorne, Kontaktdaten hinten.
Setzen Sie Vor- und Nachnamen oder den Firmennamen in 10–14 pt, die Kontaktdaten in 7–9 pt. Gehen Sie nicht unter 6 pt, und bleiben Sie bei feinen Schnitten und weißer Schrift auf dunklem Grund bei mindestens 7 pt. Linien und Konturen sollten nicht dünner als 0,25 pt sein, sonst können sie im Druck verschwinden.
- Vor- und Nachname – nach dem Logo das größte Textelement.
- Position oder Fachgebiet – eine kurze Bezeichnung, z. B. „Buchhalterin“ statt des vollständigen Titels.
- Logo – am besten als Vektorgrafik, mit eingehaltenem Schutzraum.
- Telefon – gut lesbar gegliedert, z. B. 030 123 456 78.
- E-Mail und Website – ohne „http://“, kurz gehalten.
- Adresse – nur, wenn Kunden zu Ihnen kommen.
- QR-Code – mindestens ca. 2×2 cm, verlinkt auf Website oder digitale Visitenkarte; testen Sie das Scannen vor dem Druck.
- Social Media – ein oder zwei Profile, die Sie wirklich pflegen.
85×55 oder 90×50 mm – wovon hängt die Wahl ab?
Die Wahl des Formats hängt vor allem davon ab, wo und wem Sie Ihre Visitenkarten überreichen. Im deutschsprachigen Raum ist 85×55 mm der sichere Standard; 90×50 mm unterscheidet sich nur wenig, ist aber länger und kann in einem schmalen Etui für 85×55 mm überstehen. Bei Kontakten zu Unternehmen aus Polen, Tschechien oder der Slowakei wirkt das dort übliche Format 90×50 mm ganz selbstverständlich.
Auch das Layout spielt eine Rolle. Das Format 85×55 mm ist weniger gestreckt und eignet sich daher besser für Hochformat-Kompositionen und größere Logos, während 90×50 mm in der Breite mehr Platz für lange E-Mail-Adressen und Firmennamen bietet. Das Hochformat ist bei beiden Formaten völlig korrekt – die Maße bleiben gleich, Sie vertauschen lediglich Breite und Höhe.
| Kriterium | 85×55 mm | 90×50 mm |
|---|---|---|
| Hauptmarkt | Deutschland, Österreich, Schweiz, Westeuropa, internationale Kontakte | Polen, Mittel- und Osteuropa |
| Visitenkartenetuis | Passt in die im DACH-Raum üblichen Modelle | Kann in schmalen Etuis für 85×55 mm überstehen |
| Geldbörse | Ideal, wie eine Bankkarte | Passt in die meisten Kartenfächer |
| Charakter des Layouts | Kompakter, besser für größere Logos | Länglicher, gut für lange Textzeilen |
Wie bereiten Sie die Visitenkarten-Datei für den Druck vor?
Legen Sie die Druckdatei im Endformat mit Beschnitt an, mit 300 DPI für Rasterelemente und im Farbraum CMYK. Am sichersten ist ein PDF mit eingebetteten Schriften oder in Pfade umgewandeltem Text. Logo und Texte bleiben am besten als Vektor, dann sind sie unabhängig von der Skalierung gestochen scharf.
Die übliche Grammatur liegt bei 300–350 g/m², für eine dickere, hochwertigere Haptik auch bei 400 g/m² oder mehr. Eine Matt- oder Soft-Touch-Kaschierung schützt vor Abrieb, ein partieller UV-Lack hebt das Logo hervor. Setzen Sie keine feinen Rahmen direkt an den Rand: Schon bei 1 mm Schnittabweichung sieht man sofort, dass der Rahmen ungleichmäßig ist.
Wenn Sie Ihr Design bei plakaty.shop (wielkareklama.eu studio) bestellen, erhalten Sie PNG und druckfertiges PDF im Endformat mit 3 mm Beschnitt und Sicherheitsabstand, im Format 85×55 mm, 90×50 mm oder als Quadrat 65 mm. Unabhängig davon, woher das Design stammt: Lesen Sie vor dem Druck alle Texte, Telefonnummern und Adressen selbst Korrektur.
Checkliste
- Endformat passend zum Zielmarkt (85×55, 90×50 mm oder anderes)
- 3 mm Beschnitt an jeder Seite, Hintergrund reicht bis an den Dateirand
- Text und Logo mindestens 3 mm von der Schnittlinie entfernt
- Kleinste Schrift nicht unter 6–7 pt
- Rastergrafiken in 300 DPI, Farben in CMYK
- Schriften im PDF eingebettet oder in Pfade umgewandelt
- QR-Code mit dem Smartphone getestet
- Name, Telefon, E-Mail und Adresse Buchstabe für Buchstabe geprüft
- Keine feinen Rahmen direkt am Rand des Formats
Häufige Fragen
Welches Format hat eine Visitenkarte in Deutschland?
Das Standardformat einer Visitenkarte in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist 85×55 mm. Die Druckdatei wird mit 3 mm Beschnitt an jeder Seite angelegt, also im Format 91×61 mm. Darauf sind gängige Visitenkartenetuis und Kartenfächer abgestimmt.
Wie viele Pixel hat eine Visitenkarte 85×55 mm?
Bei 300 DPI hat eine Visitenkarte 85×55 mm 1004×650 px. Mit 3 mm Beschnitt, also im Format 91×61 mm, sollte die Datei 1075×720 px haben (beim Format 90×50 mm: 1063×591 px netto, 1134×661 px mit Beschnitt). Logo und Texte speichern Sie am besten als Vektor, dann spielt die Auflösung für sie keine Rolle.
Worin unterscheidet sich eine Visitenkarte 85×55 von 90×50 mm?
Das Format 85×55 mm ist der westeuropäische Standard und entspricht nahezu einer Bankkarte, passt also ideal in die Fächer der Geldbörse. Das in Polen übliche Format 90×50 mm ist 5 mm länger und 5 mm niedriger. Die Wahl hängt davon ab, wo Sie Ihre Visitenkarten am häufigsten überreichen und welches Layout Sie benötigen.
Welches Format hat eine amerikanische Visitenkarte?
In den USA und Kanada ist 3,5×2 Zoll Standard, also 88,9×50,8 mm. Der Beschnitt beträgt dort meist 0,125 Zoll an jeder Seite, die Datei misst also 3,75×2,25 Zoll. Bei 300 DPI sind das 1050×600 px im Endformat.
Welche Größe hat eine quadratische Visitenkarte?
Am beliebtesten ist das Quadrat 65×65 mm, daneben gibt es 55×55 und 50×50 mm. Eine Datei für 65×65 mm misst mit 3 mm Beschnitt 71×71 mm. Denken Sie daran, dass ein Quadrat nicht in ein Standardetui passt.
Welche Papiergrammatur ist für Visitenkarten am besten?
Meist wählt man Karton mit 300–350 g/m², der steif ist und in der Geldbörse nicht knittert. Für einen Premium-Effekt kommen 400 g/m² und mehr oder Feinstpapiere zum Einsatz. Eine Matt- oder Soft-Touch-Kaschierung schützt die Visitenkarte zusätzlich vor Abrieb.


