Flyerverteilung: Flyer wirksam verteilen und den Erfolg messen
Eine wirksame Flyerverteilung beginnt damit, dass die Methode zum Ziel passt. Stecken Sie Flyer dort in die Briefkästen, wo Kunden Sie tatsächlich erreichen. Verteilen Sie von Hand an Orten mit viel Fußgängerverkehr. Legen Sie Bestellungen ein Angebot für den nächsten Kauf bei. Drucken Sie den Flyer in A6 oder DL auf 130–170 g/m² Papier, mit 3 mm Beschnitt und einem QR-Code von mindestens 20 mm Kantenlänge. Versehen Sie jeden Kanal mit einem eigenen Rabattcode, einem Link mit UTM-Parametern oder einer eigenen Telefonnummer. So können Sie zählen, wie viele Anfragen er gebracht hat.
Flyer funktionieren nach wie vor, aber nur, wenn sie die richtigen Menschen erreichen und Sie wissen, was sie Ihnen eingebracht haben. Dieser Leitfaden begleitet Sie durch die Wahl der Verteilmethode, des Ortes und des Zeitpunkts. Er zeigt, wie Sie die Auflage berechnen und den Erfolg mit einfachen Mitteln messen: Rabattcodes, QR-Codes mit UTM-Parametern und eigene Telefonnummern. Am Ende finden Sie allgemeine rechtliche Hinweise und eine Checkliste für die Zeit vor dem Druck.
Welche Methoden der Flyerverteilung gibt es?
Jede Methode erreicht andere Empfänger, und das zu einem anderen Zeitpunkt. Briefkastenverteilung bringt Reichweite in einem bestimmten Gebiet. Die Handverteilung schafft persönlichen Kontakt. Auslagen bei Partnerbetrieben schaffen Vertrauen. Und der Flyer in der Bestellung landet bei jemandem, der Ihnen bereits vertraut hat. Am besten kombinieren Sie zwei bis drei Methoden und vergleichen die Ergebnisse.
Wenn Sie die Verteilung an eine Firma oder an Aushilfen vergeben, planen Sie Kontrollen ein. Das können Stichproben in einigen Straßen sein, ein Bericht mit der Route oder eine GPS-Verfolgung. Flyer, die im Altpapier statt in den Briefkästen landen, sind die häufigste Ursache für schwache Ergebnisse.
| Methode | Wann sie am besten wirkt | Vorteile | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|---|
| Briefkastenverteilung | Lokale Dienstleistungen: Gastronomie mit Lieferservice, Friseur, Reparaturservice, Sprachschule | Abdeckung eines ganzen Wohngebiets, planbare Reichweite | „Keine Werbung“-Aufkleber, Hausordnungen, Zuverlässigkeit der Verteiler |
| Handverteilung | Neueröffnung, befristete Aktion, Veranstaltung | Direkter Kontakt, Möglichkeit für ein kurzes Gespräch | Zeitpunkt und Ort entscheiden alles; auf Privatgelände ist die Erlaubnis des Betreibers nötig |
| Auslage bei Partnerbetrieben | Betriebe mit ähnlicher Zielgruppe, aber ohne Konkurrenz | Empfehlung „nebenbei“, der Flyer liegt wochenlang aus | Ständer müssen nachgefüllt werden, und Sie sollten prüfen, ob die Flyer sichtbar sind |
| Beilage zu Bestellungen | Onlineshops, Essenslieferung, Dienstleistungen mit Abholung | Wärmste Zielgruppe, keine Zustellkosten | Das Angebot muss den nächsten Kauf betreffen, nicht das, was der Kunde schon gekauft hat |
Wo und wann sollten Sie Flyer verteilen?
Wählen Sie den Ort danach, wer kaufen soll, und nicht danach, wo die meisten Menschen unterwegs sind. Das Gedränge am Bahnhof hilft einer Pizzeria nicht, die im Umkreis weniger Kilometer liefert. Ein Wohngebiet im Liefergebiet hilft dagegen sehr wohl. Markieren Sie auf einer Karte das Gebiet, aus dem Ihre Kunden tatsächlich kommen oder bestellen, und beginnen Sie dort.
Stimmen Sie den Zeitpunkt auf die Kaufentscheidung ab. Den Flyer eines Restaurants verteilen Sie am besten vor den Essenszeiten oder vor dem Wochenende. Saisonangebote wie Klimaanlagen, Reifen oder Nachhilfe verteilen Sie einige Wochen vor Saisonbeginn. Von Hand verteilen Sie dann, wenn die Leute langsamer gehen und eine Hand frei haben: in der Mittagspause, am Ausgang eines Marktes oder vor einer Veranstaltung. Der morgendliche Weg zur Arbeit eignet sich dafür nicht.
- Wohngebiete im Liefer- oder Anfahrtsradius – Briefkästen und zugängliche Treppenhäuser.
- Umgebung von Schulen, Hochschulen und Fitnessstudios – Angebote für bestimmte Altersgruppen.
- Märkte, Straßenfeste und lokale Veranstaltungen – Handverteilung mit einer kurzen Ansprache.
- Ergänzende Betriebe: Café und Buchhandlung, Kosmetikstudio und Hochzeitsfotograf, Werkstatt und Waschanlage.
- Eigenes Geschäft und Abholstelle – Flyer an der Kasse mit einem Angebot für den nächsten Besuch.
Welche Flyerauflage sollten Sie bestellen?
Berechnen Sie die Auflage aus den Kanälen, nicht aus dem Stückpreis. Für die Briefkastenverteilung zählen Sie die Wohnungen im gewählten Gebiet, zum Beispiel Zahl der Hauseingänge mal Zahl der Wohnungen. Für Bestellbeilagen nehmen Sie die Zahl der Pakete aus ein bis zwei Monaten. Für Partner rechnen Sie mit einigen Dutzend Stück pro Ständer plus Vorrat zum Nachfüllen. Schlagen Sie einige Prozent Reserve für Beschädigungen und das eigene Geschäft auf.
Bei einem neuen Angebot ist ein Test die bessere Wahl. Drucken Sie eine kleinere Auflage für zwei bis drei Kanäle, jeden mit eigener Kennzeichnung. Der Stückpreis sinkt zwar mit der Auflage. Tausende Flyer mit einem ungetesteten Angebot sind aber ein häufiger und teurer Fehler. Sobald Sie sehen, welcher Kanal funktioniert, drucken Sie nur dort nach, wo es Ergebnisse gibt.
| Format | Endformat | Grammatur | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| A6 | 105×148 mm | 130–170 g/m² | Handverteilung, Bestellbeilage, Rabattgutschein |
| DL | 99×210 mm | 130–170 g/m² | Briefkastenverteilung, Ständer in Geschäften, Preisliste für Dienstleistungen |
| A5 | 148×210 mm | 130–170 g/m² | Umfangreicheres Angebot, Speisekarte zum Mitnehmen, zwei Seiten Inhalt |
| A4 | 210×297 mm | 90–170 g/m², oft gefalzt | Prospekt mit Aktionsangeboten, einseitiger Katalog |
Wie gestalten Sie einen Flyer, dessen Erfolg sich messen lässt?
Ein messbarer Flyer hat ein Hauptangebot, eine klare Handlungsaufforderung und ein Ablaufdatum. Das Ablaufdatum begrenzt den Messzeitraum und regt zu einer schnellen Entscheidung an. Ein Angebot statt fünf erleichtert außerdem den Vergleich der Kanäle. Platzieren Sie alle Messelemente auf der Vorderseite, gut sichtbar. Dazu gehören Code, QR-Code und Telefonnummer.
Legen Sie die Druckdatei im Endformat mit 3 mm Beschnitt an jeder Seite an. Halten Sie Texte mindestens 3–5 mm von der Schnittlinie entfernt. Pixelbilder sollten im Maßstab 1:1 eine Auflösung von 300 DPI haben, die kleinste Schrift etwa 7–8 pt. Wenn Sie noch keinen Entwurf haben, bestellen Sie bei plakaty.shop (wielkareklama.eu studio) Flyer-Entwürfe ab 12 €, mit PDF-Datei inklusive 3 mm Beschnitt. Lesen Sie vor dem Druck dennoch jede Nummer und jede Adresse selbst gegen.
- QR-Code mit mindestens 20 mm Kantenlänge, dunkel auf hellem Grund, mit weißem Rand ringsum.
- Rabattcode in großer Schrift, ohne leicht verwechselbare Zeichen (O und 0, I und 1).
- Telefonnummer und Webadresse von Hand geprüft, Ziffer für Ziffer.
- Ablaufdatum des Angebots und eventuelle Bedingungen klein, aber gut lesbar gedruckt.
Wie messen Sie den Erfolg von Flyern: Rabattcode, QR-Code mit UTM, eigene Nummer
Es gilt eine einzige Regel: Jeder Kanal und jede Flyerversion bekommt eine eigene Kennzeichnung. Verteilen Sie zum Beispiel in Briefkästen und bei Partnern? Dann drucken Sie zwei Versionen, die sich nur im Code, im Link oder in der Nummer unterscheiden. So wissen Sie nach einigen Wochen, welcher Kanal die Anfragen gebracht hat. Sie wissen dann nicht nur, dass „die Flyer irgendwas gebracht haben“.
Die einfachste Kennzahl sind die Kosten pro gewonnenem Kunden. Teilen Sie dazu die Kosten für Gestaltung, Druck und Verteilung durch die Zahl der Kunden aus dem jeweiligen Kanal. Vergleichen Sie das Ergebnis mit der Marge aus dem ersten Kauf und mit dem Wert eines Stammkunden. Fragen Sie ergänzend an der Kasse oder am Telefon: „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“, und notieren Sie die Antworten.
| Methode | Was sie misst | Umsetzung | Einschränkungen |
|---|---|---|---|
| Rabattcode | Käufe über den Flyer | Eigener Code pro Kanal, z. B. FLYER-BK, FLYER-PART; in der Kasse oder im Onlineshop erfassen | Wer ohne Code kommt, bleibt unsichtbar |
| QR-Code mit UTM | Seitenaufrufe, mit Webanalyse auch Anfragen und Käufe | Link mit den Parametern utm_source, utm_medium, utm_campaign und utm_content, als QR-Code umgesetzt | Erfordert eine Zielseite und ein Analysetool |
| Eigene Telefonnummer | Anrufe über den Flyer | Virtuelle Nummer oder zusätzliche SIM-Karte mit Weiterleitung auf das Haupttelefon | Kosten für die Nummer; Kunden rufen eventuell die alte Nummer aus Google an |
| Frage „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ | Gesamtanteil der Flyer | Kurze Notiz im Heft, in der Kasse oder im CRM | Hängt vom Gedächtnis der Kunden und der Disziplin des Personals ab |
Wie richten Sie einen QR-Code mit UTM-Parametern ein?
UTM-Parameter sind Zusätze zur Webadresse, die das Analysetool als Quelle des Besuchs ausliest. Dadurch vermischen sich Besuche über den Flyer nicht mit dem Verkehr aus Suchmaschinen. Ein Beispiel: ihredomain.de/aktion?utm_source=flyer&utm_medium=print&utm_campaign=eroeffnung&utm_content=briefkaesten. Für die Partner ändern Sie nur utm_content in „partner“.
- Leiten Sie auf eine konkrete Unterseite mit dem Angebot aus dem Flyer, nicht auf die Startseite.
- Verwenden Sie Kleinbuchstaben und eine einheitliche Benennung, sonst laufen die Auswertungen auseinander.
- Kürzen Sie lange Links oder nutzen Sie einen dynamischen QR-Code. Weniger Daten ergeben einen einfacheren Code, der sich leichter scannen lässt.
- Lassen Sie einen hellen Rand um den Code und achten Sie auf Kontrast. Setzen Sie den QR-Code möglichst nicht auf ein Foto.
- Scannen Sie den Probedruck mit zwei verschiedenen Smartphones aus etwa 20–30 cm Entfernung.
- Ein dynamischer QR-Code erlaubt es, die Zieladresse nach dem Druck zu ändern. Prüfen Sie aber, ob der Dienst nicht vor Kampagnenende ausläuft.
Rechtliches beim Verteilen von Flyern – was Sie wissen sollten
Die Regeln hängen vom Ort ab. Auf Privatgelände benötigen Sie die Erlaubnis des Betreibers oder Eigentümers. Das gilt etwa für Einkaufszentren, Bahnhöfe, Supermarktparkplätze und Wohnanlagen. Ob das gewerbliche Verteilen auf öffentlichen Straßen und Plätzen erlaubnisfrei ist, regelt jede Gemeinde selbst. Für einen Stand, ein Zelt oder einen Kundenstopper ist meist eine Genehmigung der Gemeinde oder des Straßenbaulastträgers nötig. Fragen Sie vor der Aktion bei der Gemeinde bzw. dem Ordnungsamt nach.
Flyer und Plakate an nicht dafür vorgesehenen Stellen ohne Erlaubnis des Eigentümers anzubringen, kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Flyer hinter Scheibenwischer zu klemmen oder lose liegen zu lassen, kann als Verunreinigung gelten. Respektieren Sie „Keine Werbung“-Aufkleber und Hausordnungen. Werbung trotz eines solchen Aufklebers kann zudem rechtliche Folgen haben. Für regulierte Branchen gelten eigene Werbebeschränkungen, unter anderem für Alkohol, Tabak und Arzneimittel.
Checkliste
- Gebiet und Verteilkanäle auf der Karte markiert
- Auflage für jeden Kanal berechnet, mit einigen Prozent Reserve
- Eigener Rabattcode, UTM-Link oder eigene Nummer für jede Flyerversion
- QR-Code mit mindestens 20 mm, vom Probedruck mit zwei Smartphones gescannt
- PDF-Datei im Endformat mit 3 mm Beschnitt, Bilder mit 300 DPI
- Telefonnummern, Adressen, Preise und Ablaufdatum von Hand gegengelesen
- Erlaubnisse von Grundstücksbetreibern und Partnern vor der Aktion bestätigt
- Tabelle zum Erfassen von Ergebnissen und Kosten vor dem Start angelegt
Häufige Fragen
Welche Methode der Flyerverteilung ist am wirksamsten?
Es gibt nicht die eine beste Methode, denn das hängt von Branche und Ziel ab. Für lokale Dienstleistungen bewährt sich die Briefkastenverteilung im Anfahrtsradius. Für ein neues Geschäft eignet sich die Handverteilung in der Umgebung, für einen Onlineshop die Beilage im Paket. Testen Sie zwei bis drei Kanäle mit eigenen Codes und vergleichen Sie die Kosten pro gewonnenem Kunden.
Was kostet die Verteilung von Flyern in Briefkästen?
Der Preis hängt von der Stadt ab, von der Bebauung (Mehrfamilienhäuser oder Einfamilienhäuser), von der Auflage und davon, ob Sie GPS-Berichte verlangen. Meist wird er pro tausend Stück angegeben. Rechnen Sie Gestaltung und Druck hinzu, um die Gesamtkosten mit der Zahl der gewonnenen Kunden zu vergleichen.
Darf man Flyer ohne Erlaubnis in Briefkästen stecken?
Das Einwerfen von Flyern in Briefkästen ist grundsätzlich nicht verboten. Für das Betreten einer geschlossenen Wohnanlage oder eines Treppenhauses brauchen Sie jedoch die Erlaubnis der Hausverwaltung oder der Eigentümer. Außerdem sind „Keine Werbung“-Aufkleber zu respektieren. Im Zweifel fragen Sie bei der Hausverwaltung nach.
Wie prüfen Sie, ob die Flyer Kunden gebracht haben?
Platzieren Sie auf dem Flyer ein Element, das sich zählen lässt: einen Rabattcode, einen QR-Code mit UTM-Parametern oder eine eigene Telefonnummer. Kennzeichnen Sie jeden Kanal anders und notieren Sie die Ergebnisse während der gesamten Gültigkeitsdauer des Angebots. Fragen Sie zusätzlich Ihre Kunden, wie sie auf Sie aufmerksam geworden sind.
Welches Format und welche Grammatur eignen sich für Verteilflyer?
Für die Handverteilung und als Bestellbeilage ist A6 (105×148 mm) am praktischsten, für Briefkästen und Ständer DL (99×210 mm). Eine Grammatur von 130–170 g/m² ergibt einen festen und dennoch leichten Flyer. Wählen Sie dickeres Papier, wenn der Flyer lange bei einem Partner ausliegen soll.
Wie groß sollte der QR-Code auf einem Flyer sein?
Als Richtwert gelten mindestens etwa 20×20 mm beim Scannen aus der Hand, mit einem hellen Rand um den Code. Je länger der Link, desto dichter wird der Code. Deshalb lohnt es sich, ihn zu kürzen oder einen dynamischen QR-Code zu verwenden. Scannen Sie immer einen Probedruck, bevor die ganze Auflage gedruckt wird.