10 Werbeideen für Kosmetikstudio und Friseursalon: Preisliste, Gutscheine, Bonuskarte und mehr
Wirksame Werbung für ein Kosmetikstudio verbindet Drucksachen im Salon mit Beiträgen in den sozialen Medien. Im Salon bewähren sich eine Preisliste in A4 oder DL, ein Gutschein in DL 99×210 mm, eine Bonuskarte und eine Visitenkarte in 85×55 oder 90×50 mm auf Karton mit 350 g/m² sowie ein saisonales Plakat in A2 im Schaufenster. Online veröffentlichen Sie Vorher-nachher-Posts im Format 1080×1080 px. Legen Sie Druckdaten mit 300 DPI in CMYK an, mit 3 mm Beschnitt und 3–5 mm Sicherheitsabstand, und setzen Sie den kleinsten Text auf mindestens 7 pt.
Kosmetikstudios und Friseursalons leben von zwei Dingen: von neuen Kundinnen und Kunden, die auf Empfehlung oder von der Straße zu Ihnen kommen, und von Stammgästen, die alle paar Wochen wiederkehren. Gute Werbung bedient beide Richtungen. In diesem Ratgeber finden Sie 10 bewährte Ideen für Werbemittel, konkrete Formate, Grammaturen und Dateiparameter. Dazu kommen Tipps, wie Sie Stil und Farben so wählen, dass alles einheitlich wirkt, von der Preisliste am Empfang bis zum Post auf Instagram.
10 Werbeideen für Kosmetikstudio und Friseursalon
Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Beginnen Sie mit den Materialien, die Kundinnen und Kunden im Salon in die Hand nehmen (Preisliste, Visitenkarte, Bonuskarte), und ergänzen Sie dann Maßnahmen, die neue Menschen anziehen (Plakat, Posts, Partner-Flyer).
- Preisliste: Hängen Sie eine Version in A4 am Empfang auf und legen Sie eine kleinere in DL auf die Theke. Denselben Inhalt stellen Sie als Story in 1080×1920 px ein und pinnen ihn in den Highlights an.
- Geschenkgutscheine: Gestalten Sie einen Gutschein in DL mit Platz für Betrag oder Leistung, Nummer und Gültigkeitsdatum. Präsentieren Sie ihn gut sichtbar vor den Geschenkzeiten und verkaufen Sie ihn in einem edlen Umschlag.
- Bonuskarte: Setzen Sie eine Karte im Visitenkartenformat mit 6–10 Stempelfeldern und einer klaren Prämie um, zum Beispiel jeder zehnte Besuch mit Rabatt. Lassen Sie die Seite mit den Feldern ohne Folienkaschierung, damit die Stempelfarbe nicht verschmiert.
- Vorher-nachher-Posts: Fotografieren Sie das Ergebnis immer im gleichen Licht, im gleichen Ausschnitt und vor dem gleichen Hintergrund. Veröffentlichen Sie die Bilder im Format 1080×1080 px mit einheitlichem Rahmen oder Balken in den Farben Ihres Salons.
- Visitenkarte mit Terminerinnerung: Ergänzen Sie auf der Rückseite ein Feld „Ihr nächster Termin: Datum, Uhrzeit“. So geht die Kundin mit einer Karte nach Hause, die sie an den Termin erinnert.
- Saisonplakat im Schaufenster: Drucken Sie A2 oder A1 mit einem einzigen Saisonangebot, etwa Feuchtigkeitsbehandlungen im Winter oder Pediküre vor dem Sommer. Wählen Sie eine Überschrift, die aus einigen Metern Entfernung lesbar ist.
- Firmenschild und Schaufensterbeschriftung: Kennzeichnen Sie den Eingang mit einem Schild mit Name und Branche. An der Tür bringen Sie einen Aufkleber mit Öffnungszeiten und QR-Code zur Online-Buchung an.
- Partner-Flyer: Tauschen Sie Flyer in A6 oder DL mit der benachbarten Boutique, dem Fitnessstudio oder dem Yogastudio. Jede Seite erhält einen eigenen Rabattcode, mit dem Sie den Erfolg einfach messen.
- Roll-up für Messen und Events: Ein Roll-up mit 85×200 cm leistet gute Dienste auf Hochzeitsmessen, Tagen der offenen Tür und bei Schulungen. Platzieren Sie die wichtigsten Informationen im oberen Bereich, auf Augenhöhe.
- Anhänger und Etiketten für Pflegeprodukte: Wenn Sie Produkte für die Pflege zu Hause verkaufen, ergänzen Sie einen Anhänger mit 50×90 mm mit Salonname und Empfehlung der Stylistin. Jedes Produkt im Badezimmer Ihrer Kundschaft erinnert dann an Sie.
Wie gestalten Sie eine Preisliste fürs Kosmetikstudio, die gelesen wird?
Gliedern Sie die Leistungen in Kategorien, etwa Coloration, Haarschnitt, Nageldesign oder Gesichtsbehandlungen. Geben Sie zu jeder Position Preis und Dauer an. Hängt der Preis von der Haarlänge ab, schreiben Sie das klar dazu, zum Beispiel „ab 42 €“ mit einem Hinweis, wovon der Endbetrag abhängt. So vermeiden Sie Missverständnisse an der Kasse.
Die Preisliste im Salon wird oft angefasst und steht nah an Kosmetikprodukten. Wählen Sie Karton mit 300–350 g/m² und abwischbarer Mattfolie oder stecken Sie den Ausdruck in einen Acrylaufsteller. Setzen Sie die Positionen in 10–12 pt und die Kategorieüberschriften deutlich größer.
| Format der Preisliste | Maß | Wo sie sich bewährt |
|---|---|---|
| A4 | 210×297 mm | Wand am Empfang, Bilderrahmen, Angebotsmappe |
| A5 | 148×210 mm | Aufsteller auf der Theke, Friseurplatz |
| DL | 99×210 mm | Kurzpreisliste zum Mitnehmen, Beilage zum Gutschein |
| Quadrat 210 mm | 210×210 mm | Elegante Karte in Premiumsalons |
| Stories | 1080×1920 px | Highlights, Link im Profil |
Gutscheine und Bonuskarte: So holen Sie Kundschaft zurück
Ein Gutschein ist Werbung, für die jemand Sie bezahlt. Die Käuferin bezahlt ein Geschenk, und die beschenkte Person lernt Ihren Salon kennen. Der Gutschein sollte Name und Logo des Salons, Platz für Betrag oder Leistung, eine eindeutige Nummer, ein Gültigkeitsdatum, Buchungsdaten und kurze Bedingungen enthalten, etwa den Hinweis, dass keine Barauszahlung möglich ist. Drucken Sie ihn auf Karton mit 300–350 g/m². Eine Soft-Touch-Folie oder eine Goldprägung des Logos werten das Geschenk spürbar auf.
Die Bonuskarte setzen Sie am besten im Visitenkartenformat um, denn sie passt ins Portemonnaie. Stempel und Kugelschreiber halten am besten auf Naturpapier oder mattem Bilderdruckkarton ohne Folie. Eine Folienkaschierung können Sie nur auf der Logoseite vorsehen. Schreiben Sie die Prämie klar auf die Karte, denn vage „Überraschungen“ motivieren weniger als ein konkreter Rabatt oder eine Gratisleistung.
- Gutschein: DL 99×210 mm, 210×100 mm oder A6 105×148 mm
- Bonuskarte: 85×55 mm oder 90×50 mm, 6–10 Stempelfelder
- Nummerierung der Gutscheine von Hand oder gedruckt, geführt in einer einfachen Liste
Vorher-nachher-Posts und Stories: So bauen Sie Vertrauen in Social Media auf
Vorher-nachher-Bilder sind der stärkste Beweis für Ihr Können, vorausgesetzt, sie sind vergleichbar. Verwenden Sie dasselbe Licht, am besten Tageslicht oder ein Ringlicht, denselben Winkel und einen neutralen Hintergrund. Retuschieren Sie das Behandlungsergebnis nicht, denn beim nächsten Besuch sieht die Kundin ohnehin die Wahrheit. Achten Sie außerdem darauf, dass die Bilder keine falschen Erwartungen an die Wirkung einer Leistung wecken.
Für die Veröffentlichung von Bildern Ihrer Kundinnen und Kunden brauchen Sie deren Einwilligung, am besten schriftlich. Wer nicht einwilligt, von dem zeigen Sie nur ein Detail, also Hände, eine Haarsträhne oder eine Augenbraue ohne das ganze Gesicht. Legen Sie eine feste Vorlage fest: einen Rahmen, dieselbe Schrift für Überschriften und 2–3 Salonfarben. So wirkt Ihr Profil einheitlich, und ein Post wird schon an der Farbgebung erkannt.
- Quadratischer Post: 1080×1080 px
- Stories und Reels: 1080×1920 px, wichtige Inhalte außerhalb des oberen und unteren Streifens von ca. 250 px, den die App-Elemente verdecken
- Banner für Website oder Buchungssystem: 2400×1200 px
Visitenkarten, Saisonplakat und Schaufenster: Druckparameter
Die Visitenkarte eines Kosmetikstudios wird mit den Fingern beurteilt, dünnes Papier nimmt ihr deshalb an Wert. Standard ist Karton mit 350 g/m², häufig mit Matt- oder Soft-Touch-Folie. In Premiumsalons wirken partieller UV-Lack oder eine Goldprägung auf dem Logo besonders gut. Beim Plakat im Schaufenster zählt die Lesbarkeit aus der Entfernung: eine Botschaft, ein großes Bild und eine Überschrift, die man vom Gehweg aus liest.
| Material | Format | Papier / Trägermaterial | Veredelung |
|---|---|---|---|
| Visitenkarte / Bonuskarte | 85×55 mm, 90×50 mm, Quadrat 65 mm | Karton 350 g/m² | Matt- oder Soft-Touch-Folie, optional UV-Lack |
| Gutschein | DL, 210×100 mm, A6 | Karton 300–350 g/m² | Folie, Goldprägung, Umschlag |
| Preisliste | A4, A5, DL | Karton 300–350 g/m² | Abwischbare Mattfolie |
| Saisonplakat | A3, A2, A1 | Bilderdruckpapier 150–200 g/m² oder Fotopapier | Rahmen oder Befestigung innen an der Scheibe |
| Roll-up | 85×200 cm, 100×200 cm | Folie oder Roll-up-Gewebe | Kassette mit Tasche |
| Firmenschild | z. B. 60–120 cm breit | Alu-Verbundplatte oder PVC-Hartschaumplatte | Montage an der Fassade |
Welche Farben und welcher Stil passen zu Kosmetikstudio und Friseursalon?
Wählen Sie die Farben passend zu Ihrer Kundschaft und Ihrem Preisniveau, nicht nur nach eigenem Geschmack. Helle, gedeckte Töne stehen für Ruhe und Pflege. Schwarz und starke Kontraste passen zu Barbershops und Salons mit mutigem Styling. Legen Sie 2–3 Hauptfarben und einen Akzent fest und bleiben Sie auf allen Materialien dabei.
Vorsicht bei Gold. Im CMYK-Druck erreichen Sie keinen metallischen Glanz, „Gold“ wird senffarben oder bräunlich. Wenn Ihnen der echte Effekt wichtig ist, bestellen Sie eine Heißfolienprägung oder eine Pantone-Metallicfarbe. Gehen Sie auch mit sehr feinen, eleganten Schriften behutsam um. Unter 7 pt oder im Negativ, also heller Text auf dunklem Grund, können sie zulaufen.
| Salontyp | Farbpalette | Stil und Typografie |
|---|---|---|
| Kosmetikstudio, Spa | Beige, Cremeweiß, Salbei, Sand | Viel Weißraum, Serifenschrift in der Überschrift, klare serifenlose Grundschrift |
| Premiumsalon | Schwarz oder Marineblau mit Goldprägung, Ecru | Minimalismus, großzügige Ränder, goldgeprägtes Logo |
| Barbershop | Schwarz, Graphit, Kupfer, Bordeaux | Kräftige, fette Schriften, Holz- oder Lederstrukturen |
| Modischer Friseursalon | Puderrosa, Flieder, Weiß mit starkem Akzent | Mutige Bilder, moderne serifenlose Schrift |
| Nagel-, Wimpern- und Augenbrauenstyling | Pastell: Rosa, Mint, Nude | Feine Linien, Detailaufnahmen in Nahansicht |
Wie bereiten Sie Druckdaten vor, damit es keine Überraschungen gibt?
Legen Sie die Druckdatei im Endformat plus 3 mm Beschnitt an jeder Seite an. Hintergründe und Bilder müssen in den Beschnitt laufen, Texte und Logo halten Sie mindestens 3–5 mm von der Schnittlinie entfernt. Bilder sollten 300 DPI im Maßstab 1:1 haben, das gesamte Layout sollte in CMYK angelegt sein. Wandeln Sie Schriften in Pfade um oder betten Sie sie im PDF ein. Große schwarze Flächen legen Sie als Tiefschwarz an, kleinen Text in reinem Schwarz mit 100 % K. Die genauen Werte prüfen Sie am besten im Datenblatt Ihrer Druckerei.
Bei Großformaten wie Roll-up oder Banner nehmen Druckereien Dateien meist im Maßstab 1:10 mit entsprechend höherer Auflösung an. Wenn Sie keinen Grafiker haben, bestellen Sie bei plakaty.shop (wielkareklama.eu studio) den Entwurf für Preisliste, Gutschein oder Visitenkarte ab 12 € pro Vorschlag und erhalten fertige PDF-Dateien mit Beschnitt. Ganz gleich, wer den Entwurf erstellt hat: Lesen Sie jede Telefonnummer, Adresse und jeden Preis vor dem Versand an die Druckerei selbst gegen.
Checkliste
- Telefonnummer, Adresse, Öffnungszeiten und Buchungslink von Hand geprüft
- Preise in der Preisliste entsprechen dem aktuellen Angebot, mit „ab“, wo der Preis variiert
- 3 mm Beschnitt und 3–5 mm Sicherheitsabstand in jeder Datei
- Bilder mit 300 DPI, Layout in CMYK, Schriften eingebettet oder in Pfade umgewandelt
- Kleinster Text mindestens 7 pt, keine feinen Schriften im Negativ
- QR-Code mit dem Smartphone gescannt und führt an die richtige Stelle
- Gutschein mit Nummer, Gültigkeitsdatum und kurzen Bedingungen
- Schriftliche Einwilligung der Kundin oder des Kunden zur Veröffentlichung der Vorher-nachher-Bilder
- Dieselben 2–3 Farben und Schriften auf allen Materialien
Häufige Fragen
Wie bewerbe ich ein Kosmetikstudio mit kleinem Budget?
Beginnen Sie mit den Materialien, die Sie ohnehin brauchen: Preisliste, Visitenkarten und Bonuskarte. Veröffentlichen Sie regelmäßig Vorher-nachher-Posts und tauschen Sie Flyer mit benachbarten Geschäften. Diese Maßnahmen kosten wenig und erreichen Menschen, die bereits in der Nähe Ihres Salons sind.
Welches Format hat ein Gutschein für ein Kosmetikstudio?
Am häufigsten wird das Format DL 99×210 mm gewählt, das in einen Standardumschlag passt. Beliebt sind auch 210×100 mm und A6 105×148 mm. Drucken Sie den Gutschein auf Karton mit 300–350 g/m², damit er wie ein echtes Geschenk wirkt.
Auf welchem Papier sollte eine Bonuskarte gedruckt werden?
Am besten auf Karton mit 350 g/m² im Visitenkartenformat 85×55 oder 90×50 mm. Die Seite mit den Stempelfeldern sollte ohne Folie bleiben, aus Naturpapier oder mattem Bilderdruckkarton, damit Stempelfarbe und Kugelschreiber gut halten. Eine Folienkaschierung können Sie nur auf der Logoseite vorsehen.
Darf ich Vorher-nachher-Bilder meiner Kundinnen veröffentlichen?
Ja, aber Bilder Ihrer Kundin dürfen Sie nur mit ihrer Einwilligung veröffentlichen, am besten schriftlich. Möchte jemand das Gesicht nicht zeigen, fotografieren Sie nur ein Detail, etwa Hände, eine Haarsträhne oder die Augenbrauen. Retuschieren Sie das Ergebnis nicht, denn das Bild soll das echte Resultat zeigen.
Welche Farben eignen sich für die Werbung eines Friseursalons?
Das hängt von Kundschaft und Stil des Salons ab. Barbershops wählen oft Schwarz, Graphit und Kupfer, modische Salons Puderrosa oder Flieder mit starkem Akzent und Spas Beigetöne und Salbei. Legen Sie 2–3 Hauptfarben fest und verwenden Sie sie konsequent auf allen Materialien.
Welche Plakatgröße gehört ins Schaufenster eines Salons?
Für das Schaufenster wählt man meist ein Plakat in A2 (420×594 mm) oder A1 (594×841 mm), weil es vom Gehweg aus lesbar ist. A3 eignet sich für die Tür oder ein kleineres Fenster. Platzieren Sie darauf ein einziges Angebot mit großer Überschrift statt der kompletten Preisliste.

