Werbung für lokale Firmen unter 120 €: 10 Wege
Günstige Werbung für eine lokale Firma bis etwa 120 € setzt sich aus einem kostenlosen Kartenprofil, Flyern in A6 (105×148 mm) oder DL (99×210 mm) auf 130–170 g/m² für die Briefkastenverteilung, einigen A3-Plakaten in der Nachbarschaft sowie Gutscheinen und Kooperationen mit benachbarten Betrieben zusammen. Legen Sie die Druckdaten mit 300 DPI, 3 mm Beschnitt und 3–5 mm Sicherheitsabstand an und setzen Sie Fließtext auf dem Flyer ab 8–9 pt. Am besten wirkt die Kombination aus 3–4 Kanälen mit jeweils eigenem Rabattcode, damit Sie nachvollziehen können, woher Ihre Kunden kommen.
Ein kleiner Betrieb braucht keine Kampagne für mehrere Tausend Euro, damit die Menschen in der Umgebung auf ihn aufmerksam werden. Es genügen einige gezielt gewählte Maßnahmen, die Menschen erreichen, die im Umkreis von wenigen Kilometern wohnen und arbeiten. Im Folgenden finden Sie 10 Wege mit groben Kostenangaben, konkreten Druckmaßen und Hinweisen, wie Sie prüfen, welche Maßnahme tatsächlich Kunden bringt. Die Beträge sind als allgemeine Richtwerte zu verstehen, denn der endgültige Preis hängt von Auflage, Papier, Veredelung und Druckerei ab.
Was kostet günstige Werbung für eine lokale Firma und was ist mit 120 € möglich?
Ein Budget von rund 120 € reicht für den Start, wenn Sie kostenlose Maßnahmen (Kartenprofil, Beiträge in lokalen Gruppen) mit einigen günstigen Drucksachen kombinieren. Der Druck ist meist der größte Posten, bleibt bei kleinen Auflagen von Flyern, Plakaten und Gutscheinen aber im zweistelligen Euro-Bereich.
Die folgenden Preisspannen sind Richtwerte. Der Druckpreis hängt vor allem von Auflage, Grammatur, ein- oder beidseitigem Druck und Lieferzeit ab.
| Maßnahme | Ungefähre Kosten | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Kartenprofil | 0 € | Aktuelle Öffnungszeiten und Telefonnummer |
| Bitte um Bewertungen per QR-Code | wenige Euro | QR-Code mind. 20×20 mm |
| Flyer für Briefkästen | meist 25–70 € | „Bitte keine Werbung“-Aufkleber respektieren |
| Plakate in der Umgebung | etwa 5–20 € | Erlaubnis des Eigentümers |
| Schaufenster und Tür | etwa 10–35 € | Lesbarkeit von der Straße aus |
| Visitenkarten | etwa 5–20 € | Telefon und Adresse ohne Tippfehler |
| Kooperation mit Nachbarbetrieben | nur Druckkosten der Materialien | Klare Absprachen zum Austausch |
| Gutscheine | etwa 10–35 € | Gültigkeitsdatum und Nummerierung |
| Lokale Gruppen und Beiträge | 0 € oder kleines Werbebudget | Gruppenregeln |
| Banner am Zaun | meist 25–70 € | Erlaubnis des Zauneigentümers |
10 Wege zu günstiger Werbung für Ihre lokale Firma
Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Beginnen Sie mit dem Kartenprofil und einem gedruckten Kanal und ergänzen Sie weitere, sobald sich erste Erfolge zeigen.
- Kartenprofil – legen Sie Ihr Unternehmensprofil bei Google Maps an oder übernehmen Sie es und ergänzen Sie Kategorie, Öffnungszeiten, Fotos und Telefonnummer. Genau hier suchen Menschen nach Angeboten „in meiner Nähe“.
- Bitte um Bewertungen – drucken Sie ein kleines Kärtchen oder einen Aufkleber für die Kasse mit einem QR-Code, der direkt zum Bewertungsformular führt. Sprechen Sie zufriedene Kunden persönlich darauf an.
- Flyer für Briefkästen – wählen Sie einige Straßen in Ihrer direkten Umgebung und verteilen Sie Flyer in A6 oder DL selbst oder mit Hilfe der Familie. Nennen Sie einen konkreten Grund vorbeizukommen: Rabatt, kostenloses Angebot, Neuheit.
- Plakate in der Umgebung – hängen Sie A3-Plakate an Schwarze Bretter, in Nachbarschaftsläden und bei Dienstleistern auf, immer mit Erlaubnis des Inhabers. Große Überschrift, ein Angebot, Telefonnummer.
- Schaufenster und Tür – ein Plakat im Fenster oder ein Aufkleber mit Öffnungszeiten und Tagesangebot wirkt jeden Tag ohne Zusatzkosten. Prüfen Sie, ob sich der Text von der gegenüberliegenden Gehwegseite lesen lässt.
- Visitenkarten – geben Sie sie bei jedem Kauf mit und legen Sie sie in befreundeten Geschäften aus. Auf der Rückseite können Sie einen Rabatt für den nächsten Besuch anbieten.
- Kooperation mit Nachbarbetrieben – tauschen Sie Flyer mit einem Betrieb, der ähnliche Kunden, aber ein anderes Angebot hat, etwa Friseur und Kosmetikstudio. Jeder gibt die Materialien des anderen an der Kasse mit.
- Gutscheine – gestalten Sie Gutscheine für die erste Leistung oder als Preis bei einem lokalen Gewinnspiel, Schulfest oder einer Tombola beim Pfarrfest. Nummerieren Sie sie, damit Sie wissen, wie viele eingelöst wurden.
- Lokale Gruppen und Beiträge – posten Sie in Nachbarschaftsgruppen und auf Ihrem eigenen Profil Fotos Ihrer Arbeiten und aktuelle Angebote. Wenn Sie möchten, bewerben Sie einen Beitrag in einem kleinen Gebiet mit einem Betrag, den Sie selbst festlegen.
- Banner am Zaun – ein Banner mit 200×100 cm oder 300×100 cm an einer belebten Straße, am eigenen Zaun oder mit Erlaubnis des Eigentümers, wirkt wie eine günstige Plakatwand. Name, Leistung und Telefonnummer genügen.
Unternehmensprofil in Kartendiensten: So bringt es Kunden
Das Kartenprofil ist kostenlos und bringt vielen lokalen Betrieben mehr Anrufe als jeder Flyer. Entscheidend sind vollständige und aktuelle Angaben sowie Bewertungen. Geben Sie dieselben Daten (Name, Adresse, Telefon) überall identisch an: im Profil, auf der Website, auf Flyern und am Firmenschild.
Neben Google Maps lohnt es sich, Ihre Firma auch bei Apple Maps und Bing Places einzutragen, denn ein Teil der Kunden nutzt andere Apps. Alle diese Profile legen Sie kostenlos an.
- Wählen Sie eine treffende Hauptkategorie und ergänzen Sie weitere Kategorien.
- Tragen Sie die Öffnungszeiten ein, auch abweichende Zeiten an Feiertagen.
- Laden Sie echte Fotos hoch: Eingang, Innenraum, Arbeitsergebnisse.
- Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf negative, sachlich und ruhig.
- Veröffentlichen Sie kurze Updates mit Angeboten oder Neuheiten.
Flyer für Briefkästen: Format, Papier und Inhalt
Für die Briefkastenverteilung eignen sich kleine Formate am besten: A6 und DL passen in jeden Briefkasten und sind günstig im Druck. A5 bietet mehr Platz, knickt beim Verteilen aber leichter. Der Flyer sollte eine zentrale Botschaft, ein Angebot mit Gültigkeitsdatum und eine Telefonnummer enthalten, die man nicht suchen muss.
Lassen Sie beim Verteilen Briefkästen mit dem Aufkleber „Bitte keine Werbung“ aus und stecken Sie keine Flyer hinter Scheibenwischer. Verärgerte Anwohner schaden mehr als gar keine Werbung.
- 3 mm Beschnitt auf jeder Seite, wichtige Inhalte mindestens 3–5 mm vom Rand entfernt.
- Bilder mit 300 DPI im Maßstab 1:1, Farben in CMYK.
- Fließtext ab 8–9 pt, Überschrift deutlich größer.
- Die Rückseite eignet sich gut für eine Anfahrtsskizze oder Preisliste.
| Format | Endformat | Mit 3 mm Beschnitt | Empfohlene Grammatur |
|---|---|---|---|
| A6 | 105×148 mm | 111×154 mm | 130–170 g/m², Bilderdruck |
| DL | 99×210 mm | 105×216 mm | 130–170 g/m², Bilderdruck |
| A5 | 148×210 mm | 154×216 mm | 130–170 g/m², bei längerer Nutzung 250 g/m² |
Plakate in der Umgebung: Wo aufhängen und welches Format wählen?
Für Schwarze Bretter und Ladentüren passt meist A3 (297×420 mm), für das eigene Schaufenster A2 (420×594 mm) oder A1 (594×841 mm). Als Faustregel für die Lesbarkeit gilt: Jeder 1 cm Buchstabenhöhe entspricht etwa 3 m Leseabstand. Eine Überschrift, die vom Gehweg aus lesbar sein soll, braucht also einige Zentimeter Höhe.
Hängen Sie Plakate nur mit Erlaubnis des Verantwortlichen auf. Wildes Plakatieren im öffentlichen Raum ist in der Regel eine Ordnungswidrigkeit, und ein abgerissenes Plakat samt Bußgeld ist ein Verlust statt Werbung. Wählen Sie für draußen feuchtigkeitsbeständiges Papier oder eine Schutzhülle.
- Nachbarschaftsläden, Bäckereien, Apotheken – mit Erlaubnis des Inhabers.
- Schwarze Bretter in Wohnanlagen und bei Wohnungsgenossenschaften.
- Arztpraxen, Kindergärten, Bürgerhäuser – sofern sie Aushänge annehmen.
- Eigenes Schaufenster und Eingangstür.
Kooperation mit Nachbarbetrieben und Gutscheine
Eine gemeinsame Aktion mit dem Nachbarn kostet nur den Druck und erreicht Kunden, die dem anderen Betrieb bereits vertrauen. Am besten passen Firmen mit denselben Kunden, aber ohne Konkurrenz zusammen: Blumenladen und Konditorei, Werkstatt und Waschanlage, Fitnessstudio und Bioladen. Halten Sie schriftlich fest, wer was verteilt und welchen Rabatt Sie den Kunden des Partners gewähren.
Drucken Sie Gutscheine im Format DL (99×210 mm), 210×100 mm oder A6 auf stärkerem Papier, meist 250–350 g/m², damit sie wie ein Geschenk und nicht wie ein Flyer wirken. Geben Sie immer Wert oder Leistungsumfang, Gültigkeitsdatum, Einlösebedingungen und eine eindeutige Nummer an.
- Gutschein „für den ersten Besuch“, ausgegeben vom Partnerbetrieb.
- Gutschein als Preis bei einem lokalen Gewinnspiel oder Fest.
- Empfehlungsgutschein: Ein Stammkunde gibt ihn an Bekannte weiter, beide erhalten Rabatt.
- Gemeinsamer Gutschein zweier Betriebe, z. B. ein Leistungspaket zum Vorzugspreis.
Wie bereiten Sie die Druckdaten vor und prüfen, welche Werbung wirkt?
Legen Sie jede Drucksache im Endformat mit 3 mm Beschnitt an, mit Bildern in 300 DPI und Farben in CMYK. Großformate wie ein Zaunbanner nehmen Druckereien meist als PDF im Maßstab 1:10 an. Wenn Sie keinen eigenen Grafiker haben, erhalten Sie fertige Entwürfe für Flyer, Plakat oder Gutschein samt druckfertigen PDF-Dateien auf plakaty.shop (wielkareklama.eu studio) im Paket ab 12 € – so bleibt der Großteil des Budgets für den Druck.
Damit Sie wissen, was wirkt, vergeben Sie für jeden Kanal einen eigenen Rabattcode oder ein Stichwort, z. B. FLYER10 und PLAKAT10. Fragen Sie Neukunden, wie sie von Ihnen erfahren haben, und behalten Sie nach einem Monat nur die Maßnahmen bei, die tatsächlich Kunden gebracht haben.
Checkliste
- Jede Telefonnummer, Adresse und Öffnungszeit einzeln Korrektur lesen
- 3 mm Beschnitt und 3–5 mm Sicherheitsabstand prüfen
- Sicherstellen, dass Bilder 300 DPI im Maßstab 1:1 haben
- QR-Code vor dem Druck mit dem Smartphone testen
- Gültigkeitsdatum des Angebots und Gutscheinbedingungen ergänzen
- Jedem Kanal einen eigenen Rabattcode zuweisen
- Erlaubnis für das Aufhängen von Plakat oder Banner einholen
- Daten mit dem Kartenprofil abgleichen – sie müssen identisch sein
Häufige Fragen
Welche Werbung ist für eine lokale Firma am günstigsten?
Am günstigsten sind das Unternehmensprofil in Kartendiensten und regelmäßige Beiträge in lokalen Gruppen, denn sie kosten außer Zeit nichts. Bei Drucksachen sind Visitenkarten und einige A3-Plakate am preiswertesten. Die beste Wirkung erzielt die Kombination aus kostenlosem Profil und einer günstigen Drucksache.
Wie viele Flyer sollte ich für den Start drucken?
Für einen ersten Test reichen meist einige hundert Stück, verteilt in den nächstgelegenen Straßen. Eine größere Auflage senkt den Stückpreis, doch zuerst sollten Sie prüfen, ob das Angebot ankommt. Wenn der Rabattcode vom Flyer eingelöst wird, drucken Sie nach.
Welches Flyerformat eignet sich am besten für Briefkästen?
Meist werden A6 (105×148 mm) oder DL (99×210 mm) gewählt, da sie in jeden Briefkasten passen und günstig sind. Papier mit 130–170 g/m² ist ausreichend steif und dennoch preiswert. A5 lohnt sich, wenn Sie viel Inhalt haben, etwa eine Preisliste.
Darf ich ein Plakat an einen Laternenmast oder eine Haltestelle hängen?
Nur mit Erlaubnis des Verantwortlichen für diesen Ort. Das Anbringen von Aushängen ohne Genehmigung im öffentlichen Raum ist in der Regel eine Ordnungswidrigkeit und kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Sicherer sind Schwarze Bretter, Geschäfte und Dienstleister, deren Inhaber zugestimmt haben.
Was muss auf einem Gutschein stehen?
Betrag oder Beschreibung der Leistung, Gültigkeitsdatum, Einlösebedingungen, Firmenangaben und eine eindeutige Nummer. Die Nummerierung schützt vor Fälschungen und zeigt, wie viele Gutscheine eingelöst wurden. Gut wirkt das Format DL oder A6 auf Papier mit 250–350 g/m².
Wie prüfe ich, ob die Werbung Kunden bringt?
Vergeben Sie für jeden Kanal einen eigenen Rabattcode oder ein Stichwort und notieren Sie, welche die Kunden nennen. Fragen Sie Neukunden außerdem direkt, wie sie von Ihnen erfahren haben. Nach einigen Wochen sehen Sie, wofür sich weitere Ausgaben lohnen.

