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Werbung für lokale Firmen unter 120 €: 10 Wege

Ideen und Beispiele8 Min. Lesezeit · Aktualisiert:

Kurz gesagt

Günstige Werbung für eine lokale Firma bis etwa 120 € setzt sich aus einem kostenlosen Kartenprofil, Flyern in A6 (105×148 mm) oder DL (99×210 mm) auf 130–170 g/m² für die Briefkastenverteilung, einigen A3-Plakaten in der Nachbarschaft sowie Gutscheinen und Kooperationen mit benachbarten Betrieben zusammen. Legen Sie die Druckdaten mit 300 DPI, 3 mm Beschnitt und 3–5 mm Sicherheitsabstand an und setzen Sie Fließtext auf dem Flyer ab 8–9 pt. Am besten wirkt die Kombination aus 3–4 Kanälen mit jeweils eigenem Rabattcode, damit Sie nachvollziehen können, woher Ihre Kunden kommen.

Ein kleiner Betrieb braucht keine Kampagne für mehrere Tausend Euro, damit die Menschen in der Umgebung auf ihn aufmerksam werden. Es genügen einige gezielt gewählte Maßnahmen, die Menschen erreichen, die im Umkreis von wenigen Kilometern wohnen und arbeiten. Im Folgenden finden Sie 10 Wege mit groben Kostenangaben, konkreten Druckmaßen und Hinweisen, wie Sie prüfen, welche Maßnahme tatsächlich Kunden bringt. Die Beträge sind als allgemeine Richtwerte zu verstehen, denn der endgültige Preis hängt von Auflage, Papier, Veredelung und Druckerei ab.

Was kostet günstige Werbung für eine lokale Firma und was ist mit 120 € möglich?

Ein Budget von rund 120 € reicht für den Start, wenn Sie kostenlose Maßnahmen (Kartenprofil, Beiträge in lokalen Gruppen) mit einigen günstigen Drucksachen kombinieren. Der Druck ist meist der größte Posten, bleibt bei kleinen Auflagen von Flyern, Plakaten und Gutscheinen aber im zweistelligen Euro-Bereich.

Die folgenden Preisspannen sind Richtwerte. Der Druckpreis hängt vor allem von Auflage, Grammatur, ein- oder beidseitigem Druck und Lieferzeit ab.

MaßnahmeUngefähre KostenWorauf Sie achten sollten
Kartenprofil0 €Aktuelle Öffnungszeiten und Telefonnummer
Bitte um Bewertungen per QR-Codewenige EuroQR-Code mind. 20×20 mm
Flyer für Briefkästenmeist 25–70 €„Bitte keine Werbung“-Aufkleber respektieren
Plakate in der Umgebungetwa 5–20 €Erlaubnis des Eigentümers
Schaufenster und Türetwa 10–35 €Lesbarkeit von der Straße aus
Visitenkartenetwa 5–20 €Telefon und Adresse ohne Tippfehler
Kooperation mit Nachbarbetriebennur Druckkosten der MaterialienKlare Absprachen zum Austausch
Gutscheineetwa 10–35 €Gültigkeitsdatum und Nummerierung
Lokale Gruppen und Beiträge0 € oder kleines WerbebudgetGruppenregeln
Banner am Zaunmeist 25–70 €Erlaubnis des Zauneigentümers

10 Wege zu günstiger Werbung für Ihre lokale Firma

Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Beginnen Sie mit dem Kartenprofil und einem gedruckten Kanal und ergänzen Sie weitere, sobald sich erste Erfolge zeigen.

Unternehmensprofil in Kartendiensten: So bringt es Kunden

Das Kartenprofil ist kostenlos und bringt vielen lokalen Betrieben mehr Anrufe als jeder Flyer. Entscheidend sind vollständige und aktuelle Angaben sowie Bewertungen. Geben Sie dieselben Daten (Name, Adresse, Telefon) überall identisch an: im Profil, auf der Website, auf Flyern und am Firmenschild.

Neben Google Maps lohnt es sich, Ihre Firma auch bei Apple Maps und Bing Places einzutragen, denn ein Teil der Kunden nutzt andere Apps. Alle diese Profile legen Sie kostenlos an.

Flyer für Briefkästen: Format, Papier und Inhalt

Für die Briefkastenverteilung eignen sich kleine Formate am besten: A6 und DL passen in jeden Briefkasten und sind günstig im Druck. A5 bietet mehr Platz, knickt beim Verteilen aber leichter. Der Flyer sollte eine zentrale Botschaft, ein Angebot mit Gültigkeitsdatum und eine Telefonnummer enthalten, die man nicht suchen muss.

Lassen Sie beim Verteilen Briefkästen mit dem Aufkleber „Bitte keine Werbung“ aus und stecken Sie keine Flyer hinter Scheibenwischer. Verärgerte Anwohner schaden mehr als gar keine Werbung.

FormatEndformatMit 3 mm BeschnittEmpfohlene Grammatur
A6105×148 mm111×154 mm130–170 g/m², Bilderdruck
DL99×210 mm105×216 mm130–170 g/m², Bilderdruck
A5148×210 mm154×216 mm130–170 g/m², bei längerer Nutzung 250 g/m²

Plakate in der Umgebung: Wo aufhängen und welches Format wählen?

Für Schwarze Bretter und Ladentüren passt meist A3 (297×420 mm), für das eigene Schaufenster A2 (420×594 mm) oder A1 (594×841 mm). Als Faustregel für die Lesbarkeit gilt: Jeder 1 cm Buchstabenhöhe entspricht etwa 3 m Leseabstand. Eine Überschrift, die vom Gehweg aus lesbar sein soll, braucht also einige Zentimeter Höhe.

Hängen Sie Plakate nur mit Erlaubnis des Verantwortlichen auf. Wildes Plakatieren im öffentlichen Raum ist in der Regel eine Ordnungswidrigkeit, und ein abgerissenes Plakat samt Bußgeld ist ein Verlust statt Werbung. Wählen Sie für draußen feuchtigkeitsbeständiges Papier oder eine Schutzhülle.

Kooperation mit Nachbarbetrieben und Gutscheine

Eine gemeinsame Aktion mit dem Nachbarn kostet nur den Druck und erreicht Kunden, die dem anderen Betrieb bereits vertrauen. Am besten passen Firmen mit denselben Kunden, aber ohne Konkurrenz zusammen: Blumenladen und Konditorei, Werkstatt und Waschanlage, Fitnessstudio und Bioladen. Halten Sie schriftlich fest, wer was verteilt und welchen Rabatt Sie den Kunden des Partners gewähren.

Drucken Sie Gutscheine im Format DL (99×210 mm), 210×100 mm oder A6 auf stärkerem Papier, meist 250–350 g/m², damit sie wie ein Geschenk und nicht wie ein Flyer wirken. Geben Sie immer Wert oder Leistungsumfang, Gültigkeitsdatum, Einlösebedingungen und eine eindeutige Nummer an.

Wie bereiten Sie die Druckdaten vor und prüfen, welche Werbung wirkt?

Legen Sie jede Drucksache im Endformat mit 3 mm Beschnitt an, mit Bildern in 300 DPI und Farben in CMYK. Großformate wie ein Zaunbanner nehmen Druckereien meist als PDF im Maßstab 1:10 an. Wenn Sie keinen eigenen Grafiker haben, erhalten Sie fertige Entwürfe für Flyer, Plakat oder Gutschein samt druckfertigen PDF-Dateien auf plakaty.shop (wielkareklama.eu studio) im Paket ab 12 € – so bleibt der Großteil des Budgets für den Druck.

Damit Sie wissen, was wirkt, vergeben Sie für jeden Kanal einen eigenen Rabattcode oder ein Stichwort, z. B. FLYER10 und PLAKAT10. Fragen Sie Neukunden, wie sie von Ihnen erfahren haben, und behalten Sie nach einem Monat nur die Maßnahmen bei, die tatsächlich Kunden gebracht haben.

Checkliste

  • Jede Telefonnummer, Adresse und Öffnungszeit einzeln Korrektur lesen
  • 3 mm Beschnitt und 3–5 mm Sicherheitsabstand prüfen
  • Sicherstellen, dass Bilder 300 DPI im Maßstab 1:1 haben
  • QR-Code vor dem Druck mit dem Smartphone testen
  • Gültigkeitsdatum des Angebots und Gutscheinbedingungen ergänzen
  • Jedem Kanal einen eigenen Rabattcode zuweisen
  • Erlaubnis für das Aufhängen von Plakat oder Banner einholen
  • Daten mit dem Kartenprofil abgleichen – sie müssen identisch sein

Häufige Fragen

Welche Werbung ist für eine lokale Firma am günstigsten?

Am günstigsten sind das Unternehmensprofil in Kartendiensten und regelmäßige Beiträge in lokalen Gruppen, denn sie kosten außer Zeit nichts. Bei Drucksachen sind Visitenkarten und einige A3-Plakate am preiswertesten. Die beste Wirkung erzielt die Kombination aus kostenlosem Profil und einer günstigen Drucksache.

Wie viele Flyer sollte ich für den Start drucken?

Für einen ersten Test reichen meist einige hundert Stück, verteilt in den nächstgelegenen Straßen. Eine größere Auflage senkt den Stückpreis, doch zuerst sollten Sie prüfen, ob das Angebot ankommt. Wenn der Rabattcode vom Flyer eingelöst wird, drucken Sie nach.

Welches Flyerformat eignet sich am besten für Briefkästen?

Meist werden A6 (105×148 mm) oder DL (99×210 mm) gewählt, da sie in jeden Briefkasten passen und günstig sind. Papier mit 130–170 g/m² ist ausreichend steif und dennoch preiswert. A5 lohnt sich, wenn Sie viel Inhalt haben, etwa eine Preisliste.

Darf ich ein Plakat an einen Laternenmast oder eine Haltestelle hängen?

Nur mit Erlaubnis des Verantwortlichen für diesen Ort. Das Anbringen von Aushängen ohne Genehmigung im öffentlichen Raum ist in der Regel eine Ordnungswidrigkeit und kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Sicherer sind Schwarze Bretter, Geschäfte und Dienstleister, deren Inhaber zugestimmt haben.

Was muss auf einem Gutschein stehen?

Betrag oder Beschreibung der Leistung, Gültigkeitsdatum, Einlösebedingungen, Firmenangaben und eine eindeutige Nummer. Die Nummerierung schützt vor Fälschungen und zeigt, wie viele Gutscheine eingelöst wurden. Gut wirkt das Format DL oder A6 auf Papier mit 250–350 g/m².

Wie prüfe ich, ob die Werbung Kunden bringt?

Vergeben Sie für jeden Kanal einen eigenen Rabattcode oder ein Stichwort und notieren Sie, welche die Kunden nennen. Fragen Sie Neukunden außerdem direkt, wie sie von Ihnen erfahren haben. Nach einigen Wochen sehen Sie, wofür sich weitere Ausgaben lohnen.

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